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Der PR-Beruf in Bulgarien

Abstract

Kommunikationspraxis ist ein Teilgebiet der Kommunikationswissenschaft, unter das auch die Erforschung der Kommunikationsberufe Journalismus, Werbung und PR fällt. Die vorliegende Arbeit versucht, den PR-Beruf in Bulgarien im Zuge einer qualitativen empirischen Studie in seiner aktuellen Ausprägung zu erfassen und zu beschreiben. Auf der theoretischen Ebene bilden die funktional-strukturelle Systemtheorie nach Luhmann (1984) und der darauf aufbauende organisationsbezogene PR-Ansatz nach Szyszka (2009) die Ausgangsbasis zur Auseinandersetzung mit PR. Die mittels einer Analyse der Berufsfeldstudien von Roettger (2003) und Wienand (2003) identifizierten Themenbereiche dienen als Grundlage für Experteninterviews mit bulgarischen PR-Praktikern, Berufsverbandsmitgliedern und Journalisten. Das übersetzte, transkribierte und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) unterzogene Material wird im empirischen Teil mit den Ergebnissen bisheriger bulgarischer Studien zum PR-Beruf zusammengeführt und so weiter angereichert. Wichtige Ergebnisse der vorliegenden Arbeit sind die Erkenntnis, dass in zukünftigen Studien stärker zwischen korporativer und politischer bzw. institutionaler PR unterschieden werden sollte, die Identifizierung von mindestens drei Typen des bislang qualitativ kaum erforschten PR-Verständnisses unter PR-Praktikern in Bulgarien, die Identifizierung eines Konkurrenzkampfes der zwei größten Universitäten und dessen negativer Einfluss auf die Entwicklung des Berufsfeldes, die Identifizierung einer veritablen und kontraproduktiven Zersplitterung der Berufsgemeinschaft in viele eigenständige Verbände, die Identifizierung von Medienpartnerschaften als verbreitete, aber zu diskutierende Praktik der Beziehungen zwischen PR und Medien, sowie das Desiderat einer stärkeren Einbeziehung kollektiver Selbstbilder zur Eröffnung einer interkulturellen Perspektive auf PR in Bulgarien

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