In den letzten 50 Jahren gab es nahezu keinen Linsenanbau mehr in Deutschland. Die Stickstofffixierung der Leguminose Linse, der Mischanbau und die hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit machen den Linsenanbau attraktiv für den ökologischen Landbau. Anbautechnisch bereitet die Linse noch Probleme, z. B hinsichtlich geeigneter Sorten und optimaler Saatzeiten. Eine frühe Aussaat könnte die Vegetationsperiode verlängern und den Ertrag erhöhen, doch entfällt damit die Beikrautregulierung durch mehrfaches Abschleppen vor der Saat Auf der Versuchsstation für Ökologischen Landbau Kleinhohenheim der Universität Hohenheim wurden daher im Jahr 2009 vier Genotypen im Mischanbau mit Nacktgerste und drei Saatzeiten im Frühjahr geprüft. Linsen und die Stützfrucht Gerste erzielten den höchsten Ertrag (bis 3 t Trockenmasse (TM) ha-1 Linsen und rund 1 t TM ha-1 Gerste) bei frühestmöglichem Aussaattermin. Der Beikrautdruck war an diesem Termin mit rund 30 g TM m-2 signifikant niedriger als bei den späteren Saatterminen. Die im Versuch ertragreichste Sorte ist derzeit schon in Süddeutschland im Anbau, eine frühe Aussaat wäre in Erwägung zu ziehen