Zusammenfassung
Um Empfehlungen für eine Erhöhung des Anteils der Leguminosen in Ökologischen Anbausystemen bei gleichzeitiger Erweiterung des Artenspektrums zu erarbeiten, wurden die Arten Trifolium subterraneum (Erdklee), Trifolium campestre (Feldklee), Medicago orbicularis (Schneckenklee), Medicago minima (Zwergschneckenklee) und Medicago
truncatula (Einjährige Luzerne) in Verfahren des Lebendmulches und der Gründüngung untersucht. Besonders interessant für Mischkulturen hat sich der Erdklee erwiesen, für kurzzeitige Gründüngung die Einjährige Luzerne. Die enge Abfolge von Leguminosen birgt die Gefahr der Unverträglichkeit durch Nematodenbefall speziell mit Meloidogyne und Paratylenchus. In einem Gefäßversuch zeigte sich, dass die Arten der Gattungen
Pisum, Vicia und Trifolium eine höhere Vermehrungsrate für Meloidogyne hapla hatten als Kopfsalat. Medicago und Melilotus waren dagegen weniger anfällig. Daraus ergibt sich, dass beim Fruchtfolgemanagement die unterschiedliche Nematodenanfälligkeit durch die Wahl der Arten und die Anbauzeiten berücksichtigt werden sollte