research

Kupferreduzierung und Kupferersatz im Ökologischen Weinbau - elfjährige Ergebnisse aus dem BÖW-Ringversuch (Bundesverband Ökologischer Weinbau)

Abstract

In den vorliegenden Untersuchungen wurden Pflanzenstärkungsmittel (Ulmasud, Ulmasud VP, Myco-Sin, VPMSW sowie Kombinationen von Myco-Sin und VPMSW) sowie unterschiedliche Kupferpräparate (Kupferoxychlorid, Kupferhydroxid, Kupferoctanoat sowie Kupferverbindungen mit Alginaten und Phosphonaten) auf ihre Wirkung gegen Plasmopara viticola an Reben getestet. In beiden Versuchsjahren wie auch in den Versuchsanlagen lag der Befallsdruck sehr hoch was sich in dem Befall von 70 – 83 % in der Kontrolle niederschlägt. Die extremen Witterungsbedingungen im Jahr 2000 führten zu starken Peronosporainfektionen in der Versuchsanlage Trier. Zwischen den Versuchsvarianten und der unbehandelten Kontrolle ergaben sich zwar signifikante Unterschiede aber auf einem so hohen Befallsniveau, dass alle Versuchspräparate bis auf das Mittel Cuprozin der Fa. Urania als nicht ausreichend wirkungsvoll angesehen werden müssen. In einem Jahr wie 2000 zeigen auch die Kupferminimierungsstrategien ihre deutlichen Grenzen. Im Jahr 2001 zeigten die Versuchsvarianten einen besseren Erfolg wobei die Variante VPMSW + Netzschwefel in beiden Versuchsflächen das beste Ergebnis erzielte. Es zeigt sich, dass mit den Tonerdepräparaten aber auch mit den sehr geringen Kupfermengen unter den gegebenen Befallsdrücken ausreichende Wirkung erzielten. Diese Ergebnisse schlagen sich auch in den Erträgen von 6000 – 10000 kg/ha nieder. Mit den bisher vorliegenden Ergebnissen zeigt sich, dass ausreichend wirkungsvolle Alternativen zum Kupfer bisher nicht vorhanden sind. Es zeigt sich aber, dass die Tonerdepräparate Myco-Sin, Ulmasud bzw. VPMSW mit den Wirkungen von sehr geringen Kupferspritzungen auf der Basis von Kupferoxychlorid mithalten können, wobei auch da der Erfolg nicht immer ausreichend war. Zwischen den Kupferpräparaten hat sich bei gleicher Kupferaufwandmenge Cuprozin (Kupferhydroxid) als am wirkungsvollsten herausgestellt. Mit dem Mittel CUEVA lässt sich bei richtiger Dosierung auch ein gutes Ergebnis erzielen bei gleichzeitig geringerem Kupfereinsatz. Die Kupfermittel in Verbindung mit Alginaten und Phosphonaten müssen weiter untersucht werden. Durch die Kombination scheint zumindest eine Stabilisierung der Wirkung bei sehr geringem Kupfereinsatz möglich

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