Bereits in den 90er Jahren fand der Begriff der Intersektionalität im amerikanischen Fachbereich der Sozialen Arbeit Einzug. Gegenwärtig wird dieser ebenfalls im deutschsprachigen Fachbereich Soziale Arbeit diskutiert. Mit dem Ansatz der Intersektionalität wird die Verknüpfung und Verwobenheit von Strukturkategorien wie Klasse, Geschlecht oder Herkunft/Ethnizität aufgezeigt. Allerdings sind sowohl die Auswahl der Strukturkategorien als auch die empirische Analyse von diesen nicht einheitlich bestimmt. Zudem lassen sich benachteiligte Lebenswelten und Lebenslagen in ihrer Komplexität schwer empirisch fassen und theoretisch erklären. An dieser Stelle setzt der von Nicole von Langsdorff herausgegebene Sammelband an, um einen Klärungsbeitrag der bislang ungenügend untersuchten gesellschaftlichen Ausschlussprozesse, derer Überschneidungen und Bedeutung für die Jugendhilfe zu leisten