research

Alte Idee, neu gedacht: Grünraumspange Bisamberg – Gerasdorf – Norbert-Scheed-Wald

Abstract

„Die Natur mit ihren herrlichen Wunderwerken aus Gottes Hand, mit ihrer Sprache zum Herzen, diese naturgemäß so bedeutungsvolle Stätte für die ‚Feierstunde‘ des Volkes, soll nicht nur die Höheren begünstigen, sie soll auch die arbeitenden Classen, und zwar in allen Categorien und auf allen Altersstufen, nach Maßgabe der dargebotenen Möglichkeiten empfangen. Für Männer und Frauen im Arbeitsalter, für die Kindheit und Jugend, das hinfällige Alter, für Arme und Reiche, Kranke und Gesunde, Familien und Ledige – für jede Categorie muß es erreichbar sein, nach der Arbeit Mühe und Last ,ohne übermäßigen Zeitaufwand‘ (mithin in einer Entfernung, die nicht mehr als eine halbe Stunde beansprucht), eine wohltätige Erfrischung während der Sommerhälfte des Jahres im Freien und Grünen genießen zu können. Des Menschen wahrhafte Bedürfnisse sind des Menschen wahrhafte Anrechte!“ (DOHNA-PONISKA alias ARMINIUS, 1874, 135ff, zitiert nach FALUDI, 1967, 194). Die Planungsgeschichte zeigt, dass die strategisch-konzeptionellen Ideen der Grünraumspange auf die Ideen des Grüngürtels zurückgehen, die erstmals bereits vor fast 500 Jahren formuliert und im Laufe der Zeit immer wieder diskutiert, weiterentwickelt, interpretiert und „institutionalisiert“ wurden (vgl. FALUDI, 1967, SCHMIDT 1971-1972; SACK, 1993; PETZ, 1995 u.a.). Der Artikel leistet einen Beitrag zur nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung aus dem Blickwinkel der Grün- und Freiraumplanung, indem am Beispiel des Landschaftsplans „Grünraumspange Bisamberg ¬– Gerasdorf – Norbert-Scheed-Wald“ die historisch-theoretischen Ansätze mit der aktuellen Praxis der interkommunalen Grün- und Freiraumentwicklung in Bezug gesetzt werden

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