Panta Rhei – Städte befinden sich in kontinuierlicher Bewegung. In einem unaufhörlichen Prozess, der
immer stärker der Digitalisierung unterworfen ist, findet eine Weiterentwicklung baulicher und kultureller
Strukturen statt. Die Augmented Reality (AR)-Technologie eröffnet in diesem Kontext Möglichkeiten zur
visuellen Unterstützung von Planungsprozessen und zur Erweiterung des städtischen Kulturgutes. Aktive
Lichtmarker ermöglichen den Außeneinsatz der AR-Technologie im großen Maßstab.
Eine AR-Technologie mit aktiven Lichtmarkern befindet sich derzeit in der Entwicklung. Der folgende
Beitrag geht systematisch auf die theoretischen Grundlagen ein, welche für die Entwicklung der Technologie
zu berücksichtigen sind.
Im ersten Schritt werden mögliche Anwendungsszenarien für die AR-Technologie mit aktiven Lichtmarkern
im städtischen Kontext vorgestellt. Es werden Potenziale und Chancen aufgezeigt, welche sich für
Stadtplanung und kulturelle Entwicklung ergeben. Im zweiten Schritt werden anhand der einzelnen
Szenarien technische Anforderungen betrachtet, die jeweils an die Technologie gestellt werden.
Der städtische Kontext umfasst lediglich einen Teilbereich des Anwendungsspektrums der Lichtmarker-
Technologie. Daher ist dieser Beitrag als Auszug eines Katalogs von Anwendungsszenarien zu verstehen,
der einführend einen Überblick für den Einsatz der Technologie in der Stadt bietet.
Die im Beitrag vorgestellten Ansätze erarbeitet das Fachgebiet Building Lifecycle Management (BLM) an
der Architekturfakultät des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) derzeit im Rahmen eines Projektes,
das sich mit der theoretischen Betrachtung von Anwendungsszenarien einer zu entwickelnden Lichtmarker-
Technologie für die Darstellung von Augmented Reality Szenen befasst. Das durch das Zentrale
Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderte Forschungsprojekt ist eine Kooperation zwischen dem
Karlsruher Institut für Technologie und der Firma iXpoint Informationssysteme GmbH, welche die
Produktentwicklung der Lichtmarker-Technologie durchführt. Eine Grundlagenforschung erfolgte bereits im
Rahmen des Projektes „Flying Augmented Reality“ (s. Koch 2013)