'Sektion Medienpadagogik der Deutschen Gesellschaft fur Erziehungswissenschaft - DGfE'
Doi
Abstract
Augmented Reality Spiele wie ‹Ingress› und ‹PokémonGo› stellen aktuell neue mediale Phänomene dar. Eine zentrale Differenz zu klassischen Massively Multiplayer Online Games (MMOs) ist die Verzahnung von virtuellen und realen Objekten als konstitutive Spielelemente. In Anknüpfung an die Perspektive, digitale Spiele als Kultur- und Bildungsräume zu verstehen, widmet sich der Beitrag der Frage, inwiefern das Ingress-Spielen die Perspektive von Spieler/innen auf den öffentlichen Raum verändern kann. In erster Annäherung an diese Fragestellung wird auf Basis einer Interfaceanalyse gezeigt, wie ‹Portale› – virtueller Repräsentationen realer Objekte im Spiel – potenziell Irritationen und Differenzerfahrungen ermöglichen. Diese können zum Ausgangspunkt weiterführender Reflexionen werden. Dafür werden exemplarisch ‹Portale› diskutiert, die (1.) weiterführende Informationen zu realen Objekte bieten, die (2.) Momentaufnahmen nicht mehr existierender kultureller Objekte darstellen und die (3.) reale Objekte in ironischer Weise präsentieren.Augmented reality games like ‹Ingress› or ‹PokémonGo› illustrate new media phenomena. The central deviation to Massively Multiplayer Online Games (MMOs) is the indentation of virtual and real objects as constitutive elements of the game. This article focuses on the question, to what extent playing Ingress may lead to a modification of the players’ perspective on public space. Based on an interface analysis, this paper shows how ‹portals› – virtual representations of real objects within the game – potentially offer moments of irritation and experiences of difference. These could be the starting point for further reflection. In order to demonstrate this possible process, this paper will discuss ‹portals›, which (1.) offer further information on real objects, (2.) represent snapshots of no longer existent cultural objects, or (3.) present real objects in an ironic manner