ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Darstellung des Themas: Der Sexualität von Frauen mit einer Querschnittlähmung wird während der Rehabilitation kaum Beachtung geschenkt. Für eine ganzheitliche Behandlung von Betroffenen ist die Betätigung Sexualität in der ergotherapeutischen Praxis durchaus relevant.
Ziel: Bedürfnisse von erwachsenen Frauen mit einer traumatisch erworbenen Querschnittlähmung bezüglich Sexualität während der Rehabilitation evaluieren. Daraus sollen Empfehlungen für die ergotherapeutische Praxis aufgezeigt werden.
Methode: Zur Erreichung des Ziels dieser Bachelorarbeit wurde ein systematisches Literaturreview in den Datenbanken AMED, CINAHL, IBSS, Medline, OTDBase, PsycINFO und WebOfScience durchgeführt. Anhand bestimmter Einschlusskriterien wurden fünf Hauptstudien inkludiert, welche zusammengefasst und kritisch gewürdigt wurden. Die gefundenen Bedürfnisse von betroffenen Frauen wurden in das „Canadian Model of Occupation Performance and Engagement“ [CMOP-E] eingeteilt und mithilfe des „Canadian Model of Client-Centred Enablement“ [CMCE] passende ergotherapeutische Handlungsansätze evaluiert.
Relevante Ergebnisse: Ein Grossteil der Betroffenen empfindet die Aufklärung während der Rehabilitation als ungenügend. Sie wünschen sich, dass eine adäquate und individuelle Aufklärung während der Rehabilitation, sowie auch danach, vorhanden ist.
Schlussfolgerung: Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen stellen mit ihren Enablement Skills kompetente Fachpersonen dar, um die Sexualität bei Frauen mit einer QL während der Rehabilitation zu thematisieren. Dabei steht der Grundsatz der Klientenzentrierung im Vordergrund