ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Hintergrund: Ende 2015 waren weltweit 63.5 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung. Nach Angaben der UNHCR (2016) sind 51% davon Kinder. Auch in der Schweiz ist ein Anstieg an Asylgesuchen deutlich bemerkbar. Folgen von Traumata wie posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen können Kinder in ihrer Partizipation im Schulalltag einschränken. Die Literatur empfiehlt Ergotherapie zur Behandlung dieser Einschränkungen.
Ziel: Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, herauszufinden, wie die Ergotherapie schulpflichtige Kinder mit einem Trauma, aufgrund von Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen, in der Partizipation im Lebensbereich Schule unterstützen und stärken kann.
Methode: Anhand einer Literaturrecherche wurden drei qualitative Studien und ein Review zur Beantwortung der Fragestellung ausgewählt, welche kritisch beurteilt und diskutiert wurden.
Ergebnisse: Die inkludierten Studien beleuchten die gesellschaftliche Sicht auf Kinder mit Migrationshintergrund, das Erleben von Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen und zeigen
Möglichkeiten von Interventionen und Programmentwicklungen in der Ergotherapie auf.
Schlussfolgerung: Durch das Einordnen der Ergebnisse ins OTIPM wird deutlich, dass Ergotherapie in verschiedenen Bereichen des klientenzentrierten Performanzkontexts Einfluss nehmen kann und in der Behandlung von Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen im Schulkontext sinnvoll ist. Es besteht Bedarf zur Weiterentwicklung in Forschung und Praxis