Atypische Engelkurven–Verläufe zeigen, dass die in der Faktisch Anonymisierten
Lohn– und Einkommensteuerstatistik 1998 (FAST) verzeichneten steuerrechtlich
definierten Einkommensaggregate ein verzerrtes Bild vom Lebensstandard der
Zensenten geben. Wir zeigen, dass für einen überwiegenden Teil der
Beobachtungen in FAST ausreichende Informationen zur Konstruktion von
Einkommen im ökonomischen Sinne verfügbar sind. Eine exemplarische Analyse der
Progressionswirkung der Einkommensteuer ergibt, dass Verteilungsanalysen, die
direkt steuerliche Einkommensdefinitionen nutzen, zu systematischen
Fehleinschätzungen führen können