research

Höhere Artenvielfalt durch Ökologischen Landbau ? Veränderungen im Samenpotenzial 15 Jahre nach Umstellung

Abstract

Am JKI Braunschweig wurde 1996 auf einer Fläche von 12 ha ein Langzeitversuch zum Ökologischen Landbau angelegt. Um den Einfluss des Ökologischen Landbaus auf die Artenvielfalt zu erfassen, wurde dort jeweils 1996 und 2011 das Samenpotenzial erfasst. Die Artenvielfalt wurde durch folgende Kenndaten ausgedrückt: Artenanzahl, Abundanz gesamt und per Art, Shannon-Index. Die Artenzahl hat in den 15 Jahren insgesamt deutlich von 19 auf 53 zugenommen. Der Shannon-Index hat sich in demselben Zeitraum fast verdoppelt (von 0,97 auf 2, 07). Jedoch haben sich die dominanten Arten nicht verändert; dies sind Apera spica-venti, Thlaspi arvense and Matricaria chamomilla. Typische sommerannuelle Beikräuter Chenopodium album und Polygonum convolvulus konnten sich im Versuchszeitraum über die gesamte Fläche ausbreiten. Das Samenpotenzial hat sich ebenfalls deutlich erhöht: von 1099 Samen/m² im Ausgangsjahr 1996 auf 11855 Samen/m² in 2011. Obwohl diese Indikatoren den positiven Effekt des Ökologischen Landbaus belegen, konnten mit Ausnahme von Filago arvensis keine seltenen oder gefährdeten Pflanzenarten auf der Fläche gefunden werden

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