research

Wissenstransfer ist mehr als Technologietransfer : Bericht zur Arbeitstagung vom 16. Juni 2005 an der Zürcher Hochschule Winterthur

Abstract

Wie unsere Vorgängerstudie "Wissenskommunikation" (auch ZHAW Online Publikation) über die Erfolgsfaktoren von angewandter FH-Forschung zeigt, liegt eine Hauptproblematik darin, dass Wissensentwicklung und Wissenstransfer im Rahmen der Praxisnachfrage zu realisieren ist. Ziel der Arbeitstagung "Wissenstransfer ist mehr als Technologietransfer" (16.6.05) war deshalb ein Erfahrungsaustausch über das Spannungsfeld wissenschaftliche Erkenntnisse versus praktische Problemlösungen mit ForscherInnen der FH-Bereiche "Enabling Sciences". Die Problematik beinhaltet drei Aspekte: angewandte Forschung grundsätzlich, nichttechnische Fragestellungen im Speziellen und Forschung in Form von Projekten mit Externen. Die Workshopdiskussionen bestätigten, dass es klar lokalisierbare Konfliktbereiche für angewandte FH-Forschung gibt, die in den nichttechnischen Bereichen noch akuter sind, nämlich 1. Abgrenzung angewandte Forschung und Dienstleistung und die damit verbundene Rolle des Praxispartners; 2. unterschiedliche Bezugssysteme von Hochschule und Praxis; 3. Stellenwert der Forschung an der FH resp. Konflikte zwischen Lehre und Forschung; 4. Informationsmangel über Forschungsförderung. Besonders problematisch für "Enabling Sciences" ist die Tatsache, dass Organisation und Finanzierungsmodell der FH-Forschung eher der Industrieforschung als der Universitätsforschung entsprechen. Es ist nun geplant, die Bedingungen und Möglichkeiten eines dritten Modells für die nichttechnische FH-Forschung zwischen industriellem und disziplinärem Forschungsmodell zu untersuchen

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