ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Die Schweizer Journalisten kennen den Schweizer Presserat und finden es gut, dass es ihn im Sinne einer Selbstkontrollinstanz gibt. Im Alltag finden jedoch die Werkzeuge des Presserates - der Journalistenkodex, die Richtlinien und die Stellungnahmen - bei den Medienschaffenden kaum eine Rolle. Das Regelwerk der Medien-Selbstkontrolle regt innerhalb der Redaktionen kaum zu medienethischen Debatten an. Chefredaktoren halten es nicht für notwendig innerhalb der Redaktionen Rügen des Presserates oder Fallbeispiele zwecks interner Selbstverständigung diskutieren zu lassen. Wie kann der Presserat auf den scheinbaren Widerspruch zwischen grosser Akzeptanz, aber alltäglicher Bedeutungslosigkeit reagieren