ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Doi
Abstract
Einführung: Eine schwere Verbrennung hat grosse Folgen auf die Tätigkeiten von Brandverletzten und beeinflusst ihr ganzes Leben. Das Ziel dieser Bachelorarbeit war es, das Erleben von Brandverletzten in Bezug auf die Veränderungen ihrer Occupational Identity nach einer Verbrennung zu beschreiben. Dies soll Fachpersonen im Gesundheitssektor unterstützen die Brandverletzten ganzheitlich wahrzunehmen und ihnen helfen ihre Interventionen anzupassen.
Methodik: Mittels systematischer Literaturrecherche in Datenbanken wurden fünf Hauptstudien ausgewählt und kritisch beurteilt. Die Ergebnisse dieser Studien wurden im Modell der Occupational Identity nach Kielhofner (2008) zusammengetragen und anschliessend diskutiert.
Ergebnisse: Brandverletzte erleben nach ihrem Unfall grosse Veränderungen in ihrer Occupational Identity, wobei diese individuell sind und sich unterschiedlich auswirken. Die eingeschlossenen Studien zeigen auf, dass die Wahrscheinlichkeit zur eigenständigen Selbstpflege hoch ist. Hingegen ist die Selbstständigkeit im Bereich der Freizeit und Arbeit unterschiedlich und von den physischen Anforderungen der Aktivitäten abhängig. Die Prognose für eine annehmbare Lebensqualität nach der Rehabilitation ist für Brandverletzte initiiert.
Diskussion: In dieser Arbeit war es den Autorinnen nicht möglich ein abschliessendes Bild des Erlebens von Brandverletzten zu erhalten. In der aktuellen Situation ist das Erleben dieser Veränderungen ein komplexes Konstrukt, welches verschiedene Varianten offen lässt. Die Notwendigkeit zur weiterführenden Forschung ist gegeben