research article

Problemy duszpasterskie katolików łużyckich po II wojnie światowej

Abstract

Katholische sorbische Lausitz liegt im Gebiet des Bistums Dresden-Meissen und der Görlitzer Diözese. Beide obigen kirchlichen Jurisdiktionsbezirke tragen zwar einen Diasporacharakter, dennoch die im Dreieck Bautzen–Kamenz–Wittichenau wohnenden Sorben sind in entschlossener Mehrheit katholisch. Nach dem 2. Weltkrieg kam es in den sorbischsprachigen Pfarrgemeinden zu den Konflikten zwischen den sorbischen Gläubigen und der deutschen Kirchenhierarchie. 1945–1972 intervenierte katholische sorbische Öffentlichkeit aus Wittichenau bei der Kirchenbehörde, indem sie die Beseitigung von Pfarrer Theophil Fuchs forderte, der seine seelsorglichen Pflichten nicht gewissenhaft erfüllte und die Sorben diskriminierte. Sein Benehmen führte zur Entstehung der Zänkereien auf der nationalen Ebene. Das Bemühen sorbischer Geistlicher, an seiner Stelle einen sorbischsprechenden Pfarrer zu gewinnen, misslang. Um die 60. und 70. Jahre entbrannte eine Auseinandersetzung um die Marienwallfahrtskirche in Rosenthal. Der Meissener Bischof Gerhard Schaffran verzichtete auf die Verwirklichung der Pläne seines vorgängers Otto Spülbeck, der beabsichtigte, dort ein katholisches Zentrum für sorbische Gläubige zu eröffnen und gab seine Zustimmung für die Versetzung des Gisterzienserkonvents aus Panschwitz-Kuckau nach Rosenthal. Der sorbische Klerus fand darin einen Germanisierungsversuch der sorbischen Katholiken, weil die deutschen Zisterzienserpatres ihre pastoralen Interessen nicht berücksichtigten. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil äußerte die sorbische Priesterschaft ihren Wunsch, einen Geistlichen sorbischer Herkunft zur Würde eines Bischofsvikars zu ernennen, der seine seelsorgliche Tätigkeit im katholischen Sorbenland erfüllen sollte. Dieser Vorschlag wurde von der Kirchenbehörde abgelehnt. Die deutsche Kirchenbehörde prüfte die sorbischen Forderungen ausschließlich auf der pastoralen Ebene und nahm ihre nationalen Aspekte nicht wahr. Ein Teil der deutschen Geistlichen nahm das nicht zur Kenntnis, dass – im Gegensatz zu den deutschen Gläubigen – bei den sorbischen Katholiken das pastorale Element eng mit dem nationalen verbunden ist und die Vorschläge des sorbischen Klerus danach strebten, diese Symbiose unerschütterlich festzuhalten.Katholische sorbische Lausitz liegt im Gebiet des Bistums Dresden-Meissen und der Görlitzer Diözese. Beide obigen kirchlichen Jurisdiktionsbezirke tragen zwar einen Diasporacharakter, dennoch die im Dreieck Bautzen–Kamenz–Wittichenau wohnenden Sorben sind in entschlossener Mehrheit katholisch. Nach dem 2. Weltkrieg kam es in den sorbischsprachigen Pfarrgemeinden zu den Konflikten zwischen den sorbischen Gläubigen und der deutschen Kirchenhierarchie. 1945–1972 intervenierte katholische sorbische Öffentlichkeit aus Wittichenau bei der Kirchenbehörde, indem sie die Beseitigung von Pfarrer Theophil Fuchs forderte, der seine seelsorglichen Pflichten nicht gewissenhaft erfüllte und die Sorben diskriminierte. Sein Benehmen führte zur Entstehung der Zänkereien auf der nationalen Ebene. Das Bemühen sorbischer Geistlicher, an seiner Stelle einen sorbischsprechenden Pfarrer zu gewinnen, misslang. Um die 60. und 70. Jahre entbrannte eine Auseinandersetzung um die Marienwallfahrtskirche in Rosenthal. Der Meissener Bischof Gerhard Schaffran verzichtete auf die Verwirklichung der Pläne seines vorgängers Otto Spülbeck, der beabsichtigte, dort ein katholisches Zentrum für sorbische Gläubige zu eröffnen und gab seine Zustimmung für die Versetzung des Gisterzienserkonvents aus Panschwitz-Kuckau nach Rosenthal. Der sorbische Klerus fand darin einen Germanisierungsversuch der sorbischen Katholiken, weil die deutschen Zisterzienserpatres ihre pastoralen Interessen nicht berücksichtigten. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil äußerte die sorbische Priesterschaft ihren Wunsch, einen Geistlichen sorbischer Herkunft zur Würde eines Bischofsvikars zu ernennen, der seine seelsorgliche Tätigkeit im katholischen Sorbenland erfüllen sollte. Dieser Vorschlag wurde von der Kirchenbehörde abgelehnt. Die deutsche Kirchenbehörde prüfte die sorbischen Forderungen ausschließlich auf der pastoralen Ebene und nahm ihre nationalen Aspekte nicht wahr. Ein Teil der deutschen Geistlichen nahm das nicht zur Kenntnis, dass – im Gegensatz zu den deutschen Gläubigen – bei den sorbischen Katholiken das pastorale Element eng mit dem nationalen verbunden ist und die Vorschläge des sorbischen Klerus danach strebten, diese Symbiose unerschütterlich festzuhalten.Katholische sorbische Lausitz liegt im Gebiet des Bistums Dresden-Meissen und der Görlitzer Diözese. Beide obigen kirchlichen Jurisdiktionsbezirke tragen zwar einen Diasporacharakter, dennoch die im Dreieck Bautzen–Kamenz–Wittichenau wohnenden Sorben sind in entschlossener Mehrheit katholisch. Nach dem 2. Weltkrieg kam es in den sorbischsprachigen Pfarrgemeinden zu den Konflikten zwischen den sorbischen Gläubigen und der deutschen Kirchenhierarchie. 1945–1972 intervenierte katholische sorbische Öffentlichkeit aus Wittichenau bei der Kirchenbehörde, indem sie die Beseitigung von Pfarrer Theophil Fuchs forderte, der seine seelsorglichen Pflichten nicht gewissenhaft erfüllte und die Sorben diskriminierte. Sein Benehmen führte zur Entstehung der Zänkereien auf der nationalen Ebene. Das Bemühen sorbischer Geistlicher, an seiner Stelle einen sorbischsprechenden Pfarrer zu gewinnen, misslang. Um die 60. und 70. Jahre entbrannte eine Auseinandersetzung um die Marienwallfahrtskirche in Rosenthal. Der Meissener Bischof Gerhard Schaffran verzichtete auf die Verwirklichung der Pläne seines vorgängers Otto Spülbeck, der beabsichtigte, dort ein katholisches Zentrum für sorbische Gläubige zu eröffnen und gab seine Zustimmung für die Versetzung des Gisterzienserkonvents aus Panschwitz-Kuckau nach Rosenthal. Der sorbische Klerus fand darin einen Germanisierungsversuch der sorbischen Katholiken, weil die deutschen Zisterzienserpatres ihre pastoralen Interessen nicht berücksichtigten. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil äußerte die sorbische Priesterschaft ihren Wunsch, einen Geistlichen sorbischer Herkunft zur Würde eines Bischofsvikars zu ernennen, der seine seelsorgliche Tätigkeit im katholischen Sorbenland erfüllen sollte. Dieser Vorschlag wurde von der Kirchenbehörde abgelehnt. Die deutsche Kirchenbehörde prüfte die sorbischen Forderungen ausschließlich auf der pastoralen Ebene und nahm ihre nationalen Aspekte nicht wahr. Ein Teil der deutschen Geistlichen nahm das nicht zur Kenntnis, dass – im Gegensatz zu den deutschen Gläubigen – bei den sorbischen Katholiken das pastorale Element eng mit dem nationalen verbunden ist und die Vorschläge des sorbischen Klerus danach strebten, diese Symbiose unerschütterlich festzuhalten

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