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Grounded Theory – Grundlagen für die Forschungspraxis

Abstract

Die Grounded Theory Methodologie ist ein sehr verbreitetes Forschungsdesign in der Bildungsforschung und ermöglicht Forschenden, tiefe Einblicke in bisher wenig untersuchte komplexe soziale und sozialpsychologische Prozesse sowie individuelle und kollektive Handlungen zu gewinnen. Ziel ist es, eine datenbegründete Theorie zu entwickeln. Zu Beginn des Forschungsprozesses stehen in der Regel im Vergleich zu anderen methodischen Zugängen offene Fragestellungen, die von den Forschenden im Verlauf des Forschungsprozesses gegenstandsangemessen angepasst werden. Hierzu werden Fallauswahl, Datenerhebung und Kodierung parallel durchgeführt und bedingen sich wechselseitig. Die meisten GTM-Studien orientieren sich an den folgenden Verfahrensschritten: (1) Theoretische Sensibilität, (2) Theoretisches Sampling, (3) Kontrastives Vorgehen, (4) Kodieren, (5) Memo schreiben, (6) Theoretische Sättigung. Durch das explorativ-reflexive Vorgehen ist auch die Verschriftlichung spezifisch zu betrachten. (DIPF/Orig.

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