thesis

Das Azilien von Mas d'Azil. Der chronologische und kulturelle Kontext der Rückenspitzengruppen in Südwesteuropa. Mit einem Beitrag von Jan F. Kegler und Stefan R. Loew

Abstract

1895 definierte Edouard Piette anhand des Fundmaterials der „Couche à Galets coloriés“, auf der Flussterrasse des linken Ufers der Tunnelhöhle von Le Mas d'Azil eine archäologische Kultur, die die damalige Kenntnislücke zwischen dem Magdalénien und dem Neolithikum schloss. Ed. Piette benannte diese Kultur nach der Fundstelle in der er sie dokumentieren konnte als Azilien. Seit 1895 steht das Azilien als Synonym für die späteiszeitlichen Jäger- und Sammlerkulturen in Europa. Die vorliegende Dissertation legt erstmalig das gesamte lithische Fundmaterial der Ausgrabungen von Edouard Piette sowie der Familie Marthe und Saint-Just Péquart vor. Das Fundmaterial wird typologisch, technologisch und nach den verwendeten Rohmaterialien diskutiert. Ebenfalls erstmalig werden auch gesicherte 14C-Datierungen vorgelegt und bewertet. Im darauf aufbauenden Teil werden die Ergebnisse in einen überregionalen zeitlichen und kulturellen Kontext gestellt und die Modelle des Prozesses der Azilianisation kritisch bewertet

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