In certain regions of central Europe, the bicolored white-toothed shrew (Crocidura leucodon) is the reservoir host of Borna disease virus 1 (BoDV-1), an agent with zoonotic potential that causes a non-purulent meningoencephalitis in some domestic mammals. Crocidura leucodon is endemic in Austria and forms part of the diet of the red fox (Vulpes vulpes), so it is likely that red foxes are exposed to BoDV-1. Borna disease has been diagnosed in domestic mammals in the federal states of Vorarlberg, Upper Austria and Styria and BoDV-1 infections were found in shrews in Upper Austria. We now report an investigation of the red fox for BoDV infection in Austrian regions where BoDV has occurred in the past. We tested brain samples (n=365) for the presence of bornavirus RNA by two RT-qPCR assays. We also tested serum samples (n=271) for BoDV-1-reactive antibodies using an indirect immunofluorescence assay (IFAT). Samples with positive reactions were re-analysed with a modified version of the IFAT. All brain samples were negative for BoDV-1 and pan-bornavirus RT-qPCR. Three serum samples (1.1 %) gave positive results in the screening test on BoDV-1-infected Vero cells but only one of them showed comparable IFAT titres in the confirmatory test on SK6 cells. As bornavirus RNA was not detectable in the brain of the animal in question, we assume that the seroreactivity resulted from an unspecific cross-reaction. We conclude that the prevalence of bornavirus infections in red foxes in Austria is at most very low, even in regions where BoDV-1 or BoDV-2 previously occurred. It remains unclear whether foxes are a dead-end host for BoDV-1 and there is a need for further investigations into the aetiology of encephalitis in the red fox.Einleitung Die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) ist der Reservoirwirt des Borna disease virus 1 (BoDV-1), dem Erreger der Bornaschen Krankheit, die sich als nichteitrige Meningoenzephalitis bei Pferden, Schafen und anderen Säugetieren in bestimmten endemischen Regionen in Mitteleuropa darstellt und zoonotischen Charakter aufweist. Crocidura leuacodon ist in Österreich heimisch und gleichzeitig Nahrungsbestandteil von Füchsen (Vulpes vulpes), somit ist ein direkter Kontakt von Füchsen zu BoDV während der Beutejagd anzunehmen. In Österreich sind bis dato einzelne Fälle von Bornascher Krankheit bei Pferden und Hunden aus Vorarlberg, Oberösterreich und der Steiermark bekannt. Ziel dieser Studie war es, Füchse aus diesen drei Bundesländern auf eine mögliche BoDV-Infektion zu untersuchen. Material und Methoden Insgesamt 365 Gehirnproben von Füchsen aus Oberösterreich, der Steiermark und Vorarlberg wurden mittels zwei verschiedener RT-qPCR Tests auf das Vorhandensein von BoDV spezifischer RNA untersucht, einem für BoDV-1 spezifischen Ansatz und einem Ansatz, welcher ein weites Spektrum von Orthobornaviren detektiert. Zudem wurden 271 Serumproben von Füchsen aus Vorarlberg mittels Indirektem Immunfluoreszenztest (IFAT) auf das Vorhandensein von BoDV-1-reaktiven Antikörpern untersucht. Proben mit positiven Testreaktionen wurden in einem modifiziertem IFAT ein weiteres Mal getestet. Ergebnisse Alle Gehirnproben wurden in der RT-qPCR mit negativem Ergebnis getestet. Drei Serumproben (1,1 %) waren im Screeningtest auf BoDV-1-infizierten Verozellen positiv, bei diesen Proben wurde der Test mittels modifiziertem IFAT auf SK6 Zellen wiederholt und es konnte nur bei einer Probe das serologische Ergebnis bestätigt werden. Da im Gehirn des betreffenden Tieres keine virusspezifische RNA nachgewiesen werden konnte, muss die ermittelte Seroreaktivität als wahrscheinlich unspezifisch gewertet werden. Diskussion Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass die Prävalenz von Bornavirusinfektionen bei Füchsen allenfalls sehr gering ist, auch in österreichischen Regionen, aus denen Fälle von BoDV-1 oder BoDV-2 bekannt sind. Ob Füchse an einer BoDV-Infektion erkranken können, muss in weiterführenden Studien untersucht werden