research

Umstellung auf das Right-of-Use-Konzept in der Leasingbilanzierung nach IFRS durch ED/2010/9 Leases

Abstract

Mit ED/2010/9 Leases wird die Leasingbilanzierung im IFRS-Abschluss auf eine neue Basis gestellt. Während der Leasinggegenstand bilanziell bisher vollständig dem wirtschaftlichen Eigentümer zugeordnet wurde, ist nun nach dem Right-of-Use-Konzept i. d. R. eine Aufteilung auf Leasinggeber und Leasingnehmer erforderlich. Die Neukonzeption baut beim Bilanzansatz bilanzpolitische Spielräume ab, da nicht mehr eine Entweder/Oder-Entscheidung bzgl. der Zuordnung des Leasinggegenstands getroffen werden muss. Die nach dem Right-Of-Use-Konzept notwendige Aufteilung der Nutzungsrechte am Leasinggegenstand auf Leasinggeber und Leasingnehmer erhöht jedoch die Ermessensspielräume in der Bewertung. Da dem Abschlussadressaten jedoch insgesamt wesentlich nützlichere Informationen über die wirtschaftlichen Konsequenzen der Leasingverhältnisse vermittelt werden, ist die Reform zu begrüßen. Bestehende Inkonsistenzen zwischen ED/2010/9 und den bisher vorgesehenen Definitionen von Vermögenswerten und Schulden müssen bei der Entwicklung eines neuen IASB Rahmenkonzeptes behoben werden. --

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