Die Ereignisse des 11. September und ihre Folgen haben die Auffassung gestärkt, dass Religion einen zentralen Platz im öffentlichen Diskurs einnehmen muss. Verschiedene internationale Organisationen, nicht zuletzt die UNO, haben hierbei die Rolle des staatlichen Bildungswesens als Träger und Vermittler religiöser Bildung und als Stütze der Toleranz gegenüber religiösen und weltanschaulichen Differenzen im Rahmen der Menschenrechte betont. In diesem Vortrag werde ich die Anstrengungen des Europarates und der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im gemeinsamen europäischen Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte vorstellen, mit denen auf der Ebene der Einzelstaaten Ansätze und Strukturen zur Toleranzerziehung gegenüber religiöser und weltanschaulicher Pluralität gefördert werden sollen. Diese Ansätze stehen in direkter Verbindung mit den Ergebnissen der Umfragen unter 14- bis 16-Jährigen Jugendlichen in acht europäischen Ländern im Rahmen des REDCo-Projektes