Der Heidelberger Garten des Apothekers Philipp Stephan Sprenger war im letzten Drittel des 16. und in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts eine bedeutende Sammlung einheimischer wie exotischer Pflanzen. Gleichzeitig jedoch war er ein formal gestalteter Renaissancegarten mit aufwendigen Schmuckelementen. Die Quellenedition gibt die dem gedruckten Pflanzeninventar von 1597 beigegebenen lateinischen Gedichte wieder und versieht sie mit deutschen Übersetzungen und erläuternden Anmerkungen. Zudem werden umfangreiche Informationen zum Pflanzenbestand anhand von zwei Verzeichnissen von 1581 und 1597 zugänglich gemacht. Die ausführliche Einleitung kommentiert diese Quellen und skizziert ihre Bedeutung im Rahmen der Garten- und Botanikgeschichte, aber auch des geistesgeschichtlichen Kontextes