research

Strategien zur Regulierung verschiedener Nematodenspezies im Ökologischen Feldgemüsebau

Abstract

Im Ökologischen Gemüsebau wurden in den letzten Jahren vermehrt Schäden durch pflanzenparasitäre Nematoden beobachtet. Mögliche Gründe für die zunehmenden Probleme mit Nematoden liegen in der Fruchtfolgegestaltung. Ein hoher Anteil an Gemüsekulturen, Leguminosen und Untersaaten in der Fruchtfolge sowie ein hoher Beikrautbesatz sorgen für ein breites Wirtspflanzenspekrum für einige der stark schädigenden Nematodenarten. Regulierungsmöglichkeiten bestehen z.B. durch Eingliederung von Feind-, Fang und Nichtwirtspflanzen und resistenten Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge. Weiterhin spielen Maßnamen im Anbaumanagement wie organische Düngung, Kalkung, Bodenbearbeitung, Bra-che, Saatzeitpunkte sowie physikalische und biologische Bekämpfung (Einsatz von Antagonisten) eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Status-Quo-Analyse wurde eine Umfrage auf Betrieben mit Nematodenproblemen zur Befalls- und Betriebsstruktur durchgeführt. Bodenproben von insgesamt 207 Gemüsebauflächen von bundesweit 55 Betrieben wurden auf Nematoden untersucht. Analysiert werden konnten 17 verschiede-ne pflanzenparasitäre Nematodengattungen. Als hauptschädigende Nematoden wurden die Gattungen Pratylenchus auf 90 % und Meloidogyne auf 50 % der untersuchten Flächen nachgewiesen. Die Auswertung der Umfrage ergab, dass Nematodenschäden auf Flächen mit den Bodenarten Sand zu 56 % und sandigem Lehm zu 21 % vorkamen. 23 % der befallenen Flächen waren Lehm- und Tonbö-den. Etwa 75 % der Betriebe wirtschaften schon länger als 11 Jahre nach den Richtlinien des Ökologi-schen Landbaus. Nematodenprobleme traten bei 40 % der Betriebe erst ab 10 Jahren nach der Umstel-lung auf. Trotz massiver Probleme haben viele der untersuchten Betriebe noch keine Maßnahmen zur Regulierung getroffen. Die durch Nematoden am häufigsten geschädigten Kulturen waren Möhren auf 60 % der Flächen sowie Sellerie und Zwiebeln. Bei 40 % der geschädigten Kulturen wurden Ertragseinbußen von über 50 % registriert. Tendenziell stärkere Ertagseinbußen gab es auf Flächen mit der Bodenart Sand und sandi-ger Lehm, Ackerzahlen unter 30, geringen Humusgehalten und pH-Werten unter 5,5. Flächen die zur Trockenheit neigen und nicht beregnet wurden sowie Flächen mit starker Verunkrautung waren eben-falls stärker von Nematodenbefall betroffen

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