Die Dillinger Ausgaben der Lateingrammatik von Manuel Álvares im 16. Jahrhundert

Abstract

Der 1534 von Ignatius von Loyola (1491-1556) gegründete Jesuitenorden spielte ab dem 16. Jh. eine zentrale Rolle im Bildungswesen aller katholischen Länder. In Bayern besaßen die Jesuiten bis zur päpstlich verfügten Aufhebung des Ordens 1773 praktisch das Monopol für den Gymnasialunterricht. Als Lateinlehrbuch wurde in Bayern wie in den meisten anderen Ländern seit Ende des 16. Jhs. hauptsächlich die als Gesamtwerk zuerst 1572 veröffentlichte Grammatik des Portugiesen Manuel Álvares (1526-1582) "De Institutione grammatica libri tres", kurz auch "der Alvarus" genannt, verwendet. Sie besteht, wie aus dem Titel bereits hervorgeht, aus drei Büchern, die sowohl einzeln als auch in einer Gesamtausgabe in Umlauf waren. Noch bevor die Grammatik 1599 durch die Ratio studiorum zum offiziellen Lateinlehrbuch für die Schulen des Ordens erklärt wurde, waren bereits zahlreiche Ausgaben an verschiedenen Druckorten entstanden. Allein in Dillingen erschienen Álvares- Grammatiken bis ins 18. Jh. quasi im Jahrestakt

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