Müll als Markenzeichen? – Ökologische und soziale Parameter im Werk des mexikanischen Künstlers Abraham Cruzvillegas

Abstract

Zwei Schlüsselbegriffe des Werks des weltbekannten mexikanischen Gegenwartskünstlers Abraham Cruzvillegas werden analysiert, die sozialen und ökologischen Implikationen von Müll, dem Material seiner Installationen, welche auf biografischen Erfahrungen seiner Sozialisation in einem Slumgebiet von Mexiko-Stadt basieren. Jenseits von negativen, neokolonialen Konnotationen konzeptualisiert Cruzvillegas die konstruktive Ökonomie und anarchische Ästhetik der Nutzung von Müll als Baumaterial in den Megastädten des Globalen Südens in seinem Werk. Seine Serie Autoconstrucción (Selbstbau) ist zu einem Markenzeichen geworden, ohne dass dies jedoch zu einer kommerziellen Erstarrung führte, sondern die politische Relevanz der Gegenwartskunst bestätigte

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