Die Autoren befassen sich mit der Frage, inwiefern sich die Perspektiven im Sprechen angehender Sonderpädagog*innen empirisch beschreiben lassen. Aus der subjektivierungstheoretisch orientierten rekonstruktiven Analyse studentischer Fallbesprechungen haben sie vier Phänomene herausgearbeitet, die sich auf einem Kontinuum zwischen Dekonstruktion und Reproduktion von Differenz und sozialer Ungleichheit verorten lassen: In den Phänomenen „Fixieren von Akteur*innen“ und „Suche nach Motiven und Intentionen“ dokumentiert sich ein fixierender Blick, mit dem ein ontologisches Verständnis von ‚Behinderung‘ einhergeht. Eine Denkbewegung in Richtung „Dekonstruktion“ lässt sich in den beiden Phänomenen „Thematisieren der Performativität pädagogischer Praxis“ und „Befragen übergeordneter Sachverhalte pädagogischer Praxis“ ausmachen. Im Beitrag werden die Phänomene dargelegt, wobei die aufgeführten empirischen Beispiele illustrativen Charakter haben. (DIPF/Orig.