Einkommensungleichheiten führen zu einer ungleichen Verteilung der meisten auf
dem Markt käuflichen Güter. Es ist allerdings unklar, wie sich das Einkommen auf den Konsum
von sozialen Gütern wie Freundetreffen oder Vereinsaktivitäten auswirkt. Marktgüter
und Sozialgüter unterscheiden sich konzeptuell, indem der Konsum Ersterer vor allem Geld,
der Konsum Letzterer hingegen vor allem Zeit benötigt. Eine Untersuchung hat deshalb den
Zusammenhang zwischen den verschiedenen Arten von Gütern, Einkommen, Arbeitszeit und
Wohlbefinden untersucht. Sie zeigt: Sowohl Marktgüter als auch soziale Güter spielen eine
zentrale Rolle für die Lebenszufriedenheit. Menschen mit hohem Einkommen besitzen zwar
mehr Marktgüter, aber nicht mehr oder weniger soziale Güter. Hingegen besitzen Menschen
mit langen Arbeitszeiten weniger soziale Güter. Die Ungleichheit in der Arbeitszeit führt somit
zu Ungleichheit beim Konsum von sozialen Gütern