research
Regionalfenster (Verbundvorhaben)
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Abstract
Das hier beschriebene Verbundvorhaben umfasst folgende Teilprojekte: FKZ 12NA053, FKZ 12NA057 und FKZ 12NA058.
Alle in Organic Eprints archivierten Projektbeschreibungen und Veröffentlichungen zu diesem Verbundvorhaben finden Sie unter folgendem Link: https://orgprints.org/cgi/saved_search?savedsearchid=1459.
Ziel des Teilprojektes FKZ 12NA053 (Regionalfenster - Erprobung und Evaluierung)ist es, fundierte Aussagen darüber zu treffen, ob der Kennzeichnungsansatz „Regionalfenster“ zur Erhöhung der Transparenz für Verbraucher sowie zu einer nachhaltigen Entwicklung der Herkunftsregion in ökonomischer, ökologischer und soziologischer Hinsicht beitragen kann.
Das Projekt ist in drei inhaltliche Arbeitsblöcke untergliedert: Im Arbeitsblock 1 wird der Ansatz „Regionalfenster“ in fünf unterschiedlichen Regionen praktisch erprobt. Dabei werden unterschiedliche Vertriebswege ebenso berücksichtigt wie unterschiedliche Zielgruppen. Im Arbeitsblock 2 wird die Akzeptanz des Regionalfensters mittels Tiefeninterviews mit Verbrauchern sowie durch verdeckte Beobachtungen am POS evaluiert. Ergänzend werden eine computergestützte Verbraucherbefragung sowie eine telefonische Händlerbefragung durchgeführt. Im Arbeitsblock 3 wird ein Leitfaden „Herkunftssicherung“ erstellt sowie eine Tagung zur regionalen Herkunftssicherung durchgeführt.
Ziel des Teilprojektes FKZ 12NA057 (Regionalfenster - Prüf- und Sicherungssystem) ist die Entwicklung eines Prüf- und Sicherungssystems für Regionalprodukte, durch das die Herkunftsangaben verifiziert und von externer Stelle überprüft werden. Weiterhin sollen Gestaltungs- und Informationsmaterialien zur Erprobung des Regionalfensters erstellt werden sowie eine Webseite, auf der die Nutzer sich registrieren können.
Das Projekt ist in vier Module gegliedert. Im Modul 1 erfolgt eine Erhebung des Status quo bestehender Prüf- und Sicherungssysteme im Lebensmittelbereich. Im Modul 2 wird aufbauend auf die im Modul 1 gewonnenen Informationen sowie unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Wissenschaft ein geeignetes Prüf- und Sicherungssystem für die Nutzung des Regionalfensters und zu dessen Absicherung entwickelt. Im Modul 3 wird das erarbeitete Prüf- und Sicherungssystem auf den einzelnen Entwicklungsstufen jeweils einem Praxistest unterzogen, um die praktische Anwendbarkeit sicherzustellen. Im Rahmen von Modul 4 werden die Webseite www.regionalfenster.de erstellt sowie die grafische Gestaltung des Regionalfensters ausgearbeitet und Werbe- und Informationsmaterialien für das Regionalfenster erstellt.
Die Ergebnisse des Projektes werden für den Leitfaden „Herkunftssicherung“ aufbereitet und im Rahmen der Tagung „Herkunftssicherung“ vorgestellt. Zudem werden die Projektergebnisse durch Beiträge in Fachzeitschriften sowie Publikationen auf verschiedenen Internetseiten (z. B. www.regionalfenster.de, www.fibl.org, www.oekolandbau.de) bekannt gemacht.
Im Modul 2 wird eine Dokumentation des Prüf- und Sicherungssystems erstellt. Diese Dokumentation sowie alle damit verbundenen Rechte werden dem BMELV zur Nutzung durch den Trägerverein des Regionalfensters kostenfrei überstellt. Für die Abstimmung der Inhalte des Prüf- und Sicherungssystems sowie der dazugehörigen Dokumentation mit dem Beirat bzw. Trägerverein erfolgt eine Aufbereitung der Zwischenergebnisse. Der Abschlussbericht wird in geeigneter Form auf www.orgprints.org veröffentlicht.
Ziel des Teilprojektes FKZ 12NA058 (Regionalfenster - Evaluierung der Akzeptanz des Regionalfensters bei Verbrauchern und Händlern)ist es, die Akzeptanz des Regionalfensters bei Verbrauchern und Händlern zu evaluieren. Dies erfolgt in vier aufeinander aufbauenden Phasen: Tiefeninterviews mit Verbrauchern, Mystery Shopping in Testgeschäften, computergestützte Verbraucherbefragung in den Testgeschäften sowie telefonische Händlerbefragung.
In den Tiefeninterviews werden die grafische Darstellung des Regionalfensters und die erstellten Kommunikationsmaterialien bei Verbrauchern getestet und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Mit der Methode des Mystery Shoppings wird in den Testgeschäften überprüft, ob und wie die Kunden Informationen über das Regionalfenster von dem vorher geschulten Personal bekommen. Dadurch werden Schwachstellen der Verkäuferschulung und des eingesetzten Schulungsmaterials identifiziert. Bei der Verbraucherbefragung werden insgesamt 2.000 Personen nach ihrem Kenntnisstand bezüglich des Regionalfensters, ihrer Definition von Regionaltät, ihren Einstellungen zu regionalen Produkten und ihren Kaufmotiven sowie die bekundete Zahlungsbereitschaft für mit dem Regionalfenster gekennzeichnete Produkte befragt. Abschließend werden die teilnehmenden Händler telefonisch zu ihren Erfahrungen mit dem Regionalfenster interviewt und mit den Ergebnissen des Mystery Shoppings in ihren Märkten konfrontiert, um diese gemeinsam zu diskutieren.
Die Ergebnisse der Tiefeninterviews werden während der Projektlaufzeit auf der Internationalen Grünen Woche im Januar 2013 vorgestellt und in einschlägigen Fachmedien kommuniziert. Die Ergebnisse des gesamten Projekts werden in einem Abschlussbericht ausführlich dargestellt und zusätzlich in Fachzeitschriften (wissenschaftlich und praxisnah) und auf Tagungen veröffentlicht. Die weite Streuung der Testregionen innerhalb Deutschlands, die sowohl städtische als auch ländliche Regionen abdecken, erlaubt Implikationen der Einführung des Regionalfensters auf andere Regionen zu übertragen. Daher werden aufbauend auf den Erfahrungen mit der Einführung des Regionalfensters in den fünf Testregionen Verbesserungsvorschläge für die bundesweite Einführung der Kennzeichnung erarbeitet.
Angaben zur Finanzierung des Projekts finden Sie im Förderkatalog des Bundes unter http://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/StartAction.do. Bitte geben Sie in das Suchfeld eine 28 plus das Förderkennzeichen (FKZ) des BÖLN-Projektes ein, z.B. 2808OE212 für das BÖLN-Projekt mit der FKZ 08OE212