Die Arbeit beschäftigt sich auf zweifacher Weise mit den Erfahrungen des Andersseins einer jungen Frau, die von der Körperbehinderung Dysmelie betroffen ist. Zum einen werden ihre Erzählungen aus dem narrativen Interview unter der Anrufungstheorie von Judith Butler beleuchtet. Zum anderen werden die Erfahrungen aus der Sicht des Spiegelstadiums von Jaques Lacan analysiert. Der Analyse voraus findet eine Darstellung beider Theorien unter den wichtigsten Gesichtspunkten statt. Beide Theorien legen nahe, dass im Sinne von Rainer Kokemohr womöglich transformatorische Bildungsprozesse aufgrund von Erfahrungen des Andersseins stattgefunden haben und weitere Veränderungen der Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses möglich sind