26 research outputs found

    Vom Ododion zum Smeller 2.0

    Get PDF
    Literatur besitzt hinsichtlich technischer Entwicklungen eine prognostische Funktion. Dieser Beitrag behandelt anhand einer weitgehend unbekannten literarischen Figuration und eines technischen Objekts das Verhältnis zwischen fiktiven Texten sowie tatsächlichen Erfindungen und stellt damit die Frage, inwiefern Narration auf die apparativen Materialisierungen einwirken kann. Im Fokus steht die Duftorgel, die um 1900 vermehrt in Genres wie der Phantastik und der science fiction auftaucht, aber erst 1996 von Wolfgang Georgsdorf als Instrument realisiert wurde. Mit Hilfe von Gilbert Simondons onto-genealogischer Technikphilosophie wird gezeigt, dass die literarische und technische Existenzweise der Duftorgel in einer genetischen Linie stehen. Dabei erweisen sich die Grammatiken von Musik und Literatur sowohl für die fiktive Erzählung von Duftkunst als auch ihre reale Umsetzung als form- und stoffbildend.Concernant le développement technique, la littérature a une fonction pronostique. À partir d’une figure littéraire méconnue et d’un objet technique, cet article s’intéresse à la relation entre textes fictifs et inventions réelles. Il pose la question de savoir si la narration peut agir sur la matérialisation d’une machine. La machine en question est l’orgue olfactif qui apparut autour de 1900 dans des genres littéraires relevant de la science-fiction ou du fantastique, mais qui ne fut réalisé comme instrument qu’en 1996 par Wolfgang Georgsdorf. La philosophie de la technique de Gilbert Simondon, qui est onto-généalogique, fournit les concepts nécessaires à la démonstration du fait que les modes d’existence littéraire et technique de l’orgue olfactif sont situés sur la même ligne génétique. L’analyse montre également que les grammaires de la musique et de la littérature donnent forme non seulement à la narration de l’art olfactif, mais aussi à l’instrument matérialisé.In consideration of the technical progress, literature has a prognostic function. This article treats on the basis of an unknown literary figuration and a technical device the relations between fictive texts and real inventions and asks which effect has the narration on the materialization of a machine. Topic of this article is the scent organ that appears in genres like Science fiction or Fantasticism around 1900, but has been realized first as instrument 1996 by Wolfgang Georgsdorf. Referring to Gilbert Simondon’s onto-genealogic philosophy of technic, this article points out the genetic line between the literary and technique mode of existence of the scent organ. The grammars of music and literature turn out to be the structures that form and materialize both the fictive tale and the real scent organ

    Interview: Prof. Dr. Achim Landwehr über die Materialität der Geschichte und das Bloggen

    No full text
    © Mark Formanek / CC BY-NC-SA 2.0 Spätestens seit Hayden White besitzt die Geschichtswissenschaft eine erhöhte Sensibilität für die eigene Beteiligung an der Produktion von Vergangenheit. Dass für diese fachliche Selbstreflexion – und darüber hinaus – auch ein spezifisches Verständnis von 'Materialität' sehr hilfreich ist, zeigt das Interview mit Prof. Dr. Achim Landwehr. Der Antragssteller des GRK1678 und Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der HHU Düsseldorf beschäftigt sich mit ..

    "Proust und die Farben in der Materialität der Literatur" – Prof. Dr. Hendrik Birus zu Gast beim GRK1678

    No full text
    "Stack of book bottoms" by Kristy / CC BY-NC-SA 2.0 Die Materialität der Literatur wird vielfach gerade dort sichtbar, wo im eigentlichen Sinn nicht von ihr die Rede ist. Diese Eigenheit der Literatur zeigte eindrücklich der Vortrag "Proust und die Farben in der Materialität der Schrift“, den Prof. Dr. Hendrik Birus am 21. Oktober 2014 im Rahmen eines von Prof. Dr. Vittoria Borsò organisierten Workshops gehalten hat. Die Veranstaltung war aber nicht nur in thematischer Hinsicht ein Gewinn. Vi..

    Workshopbericht: "Spekulation und Verführung", 23.01.2015, HHU Düsseldorf

    No full text
    "AA ALCOA 010209" by Doc Trader / CC BY-NC-SA 2.0 Spekulation ist verführerisch. Der Satz leuchtet vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise intuitiv ein. Auch die Umkehrung erscheint plausibel. Verführung ist ohne Spekulation nicht denkbar. Was sich jedoch als ein triviales Verhältnis zweier Praktiken ausnimmt, erweist sich bei genauerer Prüfung als Komplex historischer und systematischer Verschränkungen. Am 23. Januar 2015 unternahmen am GRK 1678 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ..
    corecore