1,614 research outputs found

    BUND: Tagfaltermonitoring in Höxter

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    In einer Kulturlandschaft wie am Stadtrand von Höxter konnten besonders in den Sommermonaten Juli bis September viele Tagfalter beobachtet werden. Dabei wurden an diesem Ort 13 verschiedene Arten gesichtet. Die bekannten und weit verbreiteten Arten wie die "Weißlinge" und der "Kleine Fuchs" waren auch hier am häufigsten zu sehen. Aber auch das "Große Ochsenauge" war überaus zahlreich vertreten. Die nicht ganz so häufigen, aber noch nicht bedrohten Arten "Kleines Wiesenvögelchen", "Hauhechelbläuling" und "Schornsteinfeger" waren mehrmals anzutreffen. Besonders geschützte Arten wurden nicht gesehen. Die in der Literatur angegebenen jahreszeitlichen Flugzeiten für die Falter konnten grob nachvollzogen werden. Vor allem an Abschnitt 6 konnte deutlich beobachtet werden, dass eine radikale Mahd, insbesondere der Brennnesselbestände, die Anzahl der Schmetterlinge erheblich reduzierte

    Schmetterlingsförderung auf Biogrünlandbetrieben

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    Im Rahmen des Projektes „Wildtierfreundlicher Biolandbau“ erforscht und unterstützt das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) Möglichkeiten zur Förderung der Biodiversität im Agrarraum. Leitgrundsätze dieses Projektes sind ein gesamtbetrieblicher Ansatz, die Beteiligung der betreffenden Landwirten vor Ort und eine absolute Freiwilligkeit für die Landwirte bei der Mitarbeit und Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen. In der Schweiz sind insbesondere die Schmetterlinge stark durch eine intensive Landbewirtschaftung beeinträchtigt und gefährdet. Deshalb wurde in 2007 das FiBL-Pilotprojekt „Schmetterlingsförderung in der Landwirtschaft“ gestartet und durchgeführt. Auf zwei Biogrünland- Betrieben im Jura nahe Saignelégier wurde im Sommer 2007 die Tagfalterfauna erfasst und anschliessend betriebsbezogene Massnahmen zum Schutz und Erhalt der Schmetterlinge abgeleitet, mit den Landwirten diskutiert und Vereinbarungen zur Durchführung der schmetterlingsfreundlichen Massnahmen geschlossen. Mit insgesamt 33 Arten auf den beiden Betrieben wurde eine relativ hohe Artenzahl an tagaktiven Faltern festgestellt, darunter vier Arten der Roten Liste. Es wurden speziell Arten der Saumgesellschaften wie zum Beispiel Waldrand, Lichtungen und Feldränder festgestellt. Als Leitziel für die regionale Schmetterlingsförderung wurde daher der Erhalt und Schutz blütenreicher Säume insbesondere an Waldrändern und generell eine extensive Bewirtschaftung formuliert. Als lokale Zielarten wurden ausgewählt: der Baldrianscheckenfalter, der Waldteufel und das Rotbraune Ochsenauge. Daneben wurden noch vier weitere Leitarten benannt (Sonnenröschenbläuling, Weissbindiger Mohrenfalter, Dunkler Dickkopffalter und das Schachbrett). Insgesamt wurden 19 verschiedene Massnahmen entwickelt und vorgeschlagen, um die Schmetterlingsfauna auf den Betriebsflächen zu fördern. Diese Massnahmen lassen sich in die Kategorien Wald und Waldrand, Hecken, Grünland sowie Sonstiges einordnen. Hauptziel der Massnahmen ist speziell der Übergangsbereich Wald zum Grünland, um die dort vorkommenden spezifischen und gefährdeten Arten zu erhalten. Weitere Ziele sind die Schaffung artenreicher Niederhecken sowie blütenreicher Wiesen und Weiden. Die detaillierten agronomischen Berechnungen zeigten, dass die vorgeschlagenen Massnahmen kaum einen Einfluss auf die Nährstoffbilanz haben. Im Bereich Futter konnten die Massnahmen so geplant werden, dass sie ebenfalls wenig Einfluss auf dem Rohfutterertrag haben. Ein Vorteil ist, dass Anlage und extensive Bewirtschaftung von Krautsäumen auf Weiden wenig negativen Einfluss auf das Einkommen der Landwirte hat, da mit der Verlagerung von mobilen Zäunen flexibel auf landwirtschaftliche Bedürfnisse eingegangen werden kann. Finanziell stärker ins Gewicht fallen die vorgeschlagenen forstlichen Massnahmen wie Heckenpflege und Rodungen, weshalb für diesen Bereich zusätzliche Finanzmittel notwendig wären. Im Rahmen des Pilotprojektes „Schmetterlingsförderung in der Landwirtschaft“ wurden somit im ersten Jahr viel versprechende Massnahmen für Tagfalter entwickelt, welche nun in der Folge in Absprache mit den landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt und in Folgejahren überprüft werden soll

    Mit Vielfalt punkten: Bauern beleben die Natur

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    Das Projekt „Mit Vielfalt punkten - Bauern beleben die Natur“ wurde 2008 erfolgreich gestartet. Das Projekt verfolgt zwei Hauptziele: Zum einen wird ein Punktesystem validiert, mit dem die Leistungen von Landwirtschaftbetrieben für die Biodiversität effizient und zuverlässig bewertet werden kann. Zum anderen möchte das Projekt aufzeigen, dass mit einer sehr spezifischen gesamtbetrieblichen Beratung diese Naturschutzleistungen signifikant erhöht werden können. Den Schwerpunkt der Arbeiten im Jahr 2008 bildeten die detaillierte Erarbeitung der anzuwendenden Methoden sowie die Erhebung der ersten Betriebe. Auf zwölf Betrieben des Mittellandes (20-47 ha gross, mit 4.4-27.1 Punkten im Punktesystem) wurden sämtliche Schritte des Projektes durchgeführt, d.h. nach ersten Gesprächen mit den Landwirten wurden die Lebensräume des Betriebes kartiert, die Biodiversität (Pflanzen-, Vogel-, Tagfalter- und Heuschreckenvielfalt) und soziökonomische Daten erfasst, das Punktesystem ausgefüllt, sowie Befragungen zur Motivation der Landwirte durchgeführt. Die Hälfte der Landwirte wurde unter Einbezug sowohl ökologischer wie auch betriebswirtschaftlicher Aspekte umfassend beraten, wie sie ihren Betrieb ökologisch aufbessern könnten. Die verwendeten Methoden haben sich grösstenteils bewährt und mussten nur geringfügig angepasst werden. Die Abstimmung zwischen den Projektpartnern funktioniert ebenfalls reibungslos. Bei den Biodiversitätsaufnahmen wurden total 471 Pflanzen-, 62 Vogel-, 48 Tagfalter- und 26 Heuschreckenarten festgestellt. In allen vier Gruppen stieg die Artenvielfalt mit zunehmender Punktezahl der Betriebe tendenziell an

    Schwarzgefleckter Ameisenbläuling Phengaris (Maculinea) arion (Linnaeus, 1758) (Lepidoptera: Lycaenidae) : Wiederfund im Kanton Zürich nach über 50 Jahren

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    Mehr als 50 Jahre nach dem letzten bestätigten Fund konnten wir den Schwarzgefleckten Ameisenbläuling Phengaris (Maculinea) arion (Linnaeus, 1758) im Juli 2016 erstmals wieder im Kanton Zürich nachweisen. Ein Männchen fand sich auf einer südostexponierten, relativ steilen Extensivweide unterhalb des Schnebelhorns (ZH, Fischenthal) auf 1150 m ü. M. Möglicherweise besteht dort eine kleine autochthone Population. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das gefundene Exemplar per Wind aus der nächstgelegenen (vermutlich aktuell noch vorhandenen) Population rund 15 km südöstlich des Schnebelhorns verfrachtet wurde. Confirmation of Phengaris (Maculinea) arion (Linnaeus, 1758) in the canton of Zurich more than 50 years after the last verified observation. In July 2016, a male individual of the Large Blue was found on an extensively grazed, southeast-exposed, rather steep pasture below the Schnebelhorn (ZH, Fischenthal) at 1150 m a. s. l. Evidence suggests that there might be a small autochthonous local population but it cannot be excluded that the individual found was windblown from the nearest (probably still existing) population about 15 km southeast of the Schnebelhorn

    Mit Vielfalt punkten – Jahresbericht 2013

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    Im Jahr 2013 wurden im Rahmen des Projektes „Mit Vielfalt punkten“ (MVP) plangemäss erstmals keine Feldarbeiten durchgeführt. Deshalb lag der Schwerpunkt bei den Auswertungen und Publikationen. Je eine Publikation ist bereits gedruckt (Jenny et al. 2013) beziehungsweise akzeptiert (Home et al.), zwei weitere Manuskripte sind weit fortgeschritten und können demnächst in wissenschaftlich renommierten Zeitschriften eingereicht werden. Die Arbeiten zum „Handbuch“ liefen ebenfalls auf Hochtouren. In diesem Handbuch sollen die Erfahrungen aus dem Projekt so aufbereitet werden, dass sie von den Landwirten auf ihren Betrieben umgesetzt werden können. Im Jahr 2012 wurden auf den 48 Betrieben erneut Tagfalter, Heuschrecken und Vögel kartiert. Die Hälfte dieser Betriebsleiter erhielten 2009 eine gesamtbetriebliche Beratung und sind seither daran, umfangreiche Aufwertungsmassnahmen umzusetzen. Wie erwartet zeigen die Daten noch keinen grossen Unterschied in der Entwicklung der Biodiversität auf den beratenen respektive nicht beratenen Betrieben. Immerhin ist bei den beratenen Betrieben eine leicht stärkere Steigung bei der Artenzahl von Tagfaltern und Heuschrecken festzustellen. Auch im Jahr 2014 ist wiederum keine Feldarbeit geplant, das Schwergewicht wird deshalb nochmals auf Auswertungen und Publikationen liegen. Zudem muss die Detailplanung für das letzte Jahr mit Feldarbeit (2015) angegangen werden

    Naturwaldreservateforschung in der Rhön – unerwarteter Artenreichtum

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    Die seit 1990 von Hessen-Forst und dem Forschungsinstitut Senckenberg gemeinsam durchgeführten Langzeitstudien in hessischen Naturwaldreservaten (NWR) haben zum Ziel, einen Einblick in den Bestand und damit die Biodiversität der Pflanzen- und Tierwelt aller in Hessen vertretenen Waldgesellschaften zu bekommen und die Entwicklungen dieser Lebensgemeinschaften in bewirtschafteten sowie unbewirtschafteten Wäldern zu begleiten. Bei hessischen Naturwaldreservaten handelt es sich also vorrangig um Forschungsflächen, wenn auch um solche mit teilweise hohem Naturschutzpotenzial. Insgesamt gibt es in Hessen 31 solcher Flächen, zu einigen existieren bereits umfangreiche Ergebnisse (ALTHOFF et al. 1993, DOROW et al. 1992, 2001, 2004a,b, 2005, FLECHTNER et al. 1999, 2000, WILLIG 2002). Im Biosphärenreservat Rhön (Forstamt Hofbieber) liegen die beiden Naturwaldreservate „Langenstüttig“ und „Stirnberg“. Beide sind montane Waldgersten-Buchenwälder auf Basalt

    Abenteuer Faltertage am Taubenborn 2006 und 2007

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    Eine vom Aussterben bedrohte Art ist der Kaisermantel (Rote Liste Stufe 3 in NRW). Auch das Kleine Wiesenvögelchen steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. So kommen im Taubenborn schützenswerte Tagfalter und insgesamt eine bemerkenswerte Anzahl von Arten vor. Nur wenn wir die Schmetterlinge regelmäßig beobachten, sie selbst und ihren Lebensraum kennen, können wir sie vor dem Aussterben bewahren. Die Exkursion am 5. Mai 2007 fand reges Interesse bei Groß und Klein (Abb. 5). Die Teilnehmer erhielten kleine Faltblätter mit Abbildungen der oben genannten zehn Arten als Bestimmungshilfe und wurden dazu aufgefordert, an einem beliebigen Tag zu Hause oder auf einem Spaziergang nach diesen Arten zu suchen und die Ergebnisse an den BUND zu melden. Wünschenswert wäre, wenn sich noch mehr Menschen für eine regelmäßige Schmetterlingsbeobachtung bereit fänden

    Mit Vielfalt punkten Jahresbericht 2009

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    Das erste Projektjahr „Mit Vielfalt punkten“ lief vielversprechend. Auf 48 Betrieben wurden die Biodiversität und sozio-ökonomische Werte erhoben. Die Hälfte aller Betriebsleiter erhielten eine gesamtbetriebliche Beratung, die andere Hälfte sind unsere Vergleichsbetriebe. Alle Methoden haben sich bewährt und führten zu keinen grösseren Problemen. Wie erwartet, fanden wir auf den 48 Betrieben zwar eine grosse Artenzahl, doch waren gefährdete und besondere Arten selten. Wir erwarten, dass diese Arten dank den Aufwertungen in den nächsten Jahren zunehmen werden. Die im Projekt entwickelten Werkzeuge Punktesystem und Leitartenkarten konnten fertiggestellt werden und finden bei den Anwendern guten Anklang

    Lichtblick für Zürcher Wälder

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    Der «Aktionsplan Lichte Wälder» des Kantons Zürich sieht vor, bis 2025 auf 1000 Hektaren dauerhaft lichten Wald zu erhalten oder neu zu schaffen. Davon sollen lichtbedürftige Tier- und Pflanzenarten profitieren. Die Forschungsgruppe Umweltplanung begleitet das Projekt seit 2008. Die Resultate sind höchst ermutigend: Der Nachweis von bisher 44 tagaktiven Schmetterlingen, darunter seltene Spezialisten, spricht für sich
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