94,578 research outputs found
Mehr als Grün : Profilkatalog naturnahe Pflege
Im Projekt «Praxismodule für naturnahe Pflege» wurden Fachwissen, und Handlungsanleitungen zur Etablierung naturnaher Pflege und der Förderung der Biodiversität in urbanen Grünräumen, sowie zum schonenderen Umgang mit Ressourcen (Material, Betriebsmittel, Arbeitszeiten) vermittelt. Das Ziel des Projekts war es, durch die Förderung und Umsetzung naturnaher Pflegemassnahmen die Artenvielfalt sowie den schonenden Umgang mit Ressourcen in urbanen Grünräumen zu fördern.
Im Rahmen des Projekts wurden zwei Produkte zur Förderung naturnaher Pflege von urbanen Grünräumen entwickelt: Der vorliegende Profilkatalog zur naturnahen Pflege verschiedener Grünraumprofile, sowie ein Praxishandbuch, inklusive objektbezogener Pflegeübersichtspläne und Jahrespflegeplaner. Der Profilkatalog dient der Definition der einzelnen Profile, ihrer Einordnung in das Spannungsfeld von Nutzung, Gestaltung und ökologischem Potential sowie dem Beschrieb naturnaher Pflege- und weiterer Förderungs- und Entwicklungsmassnahmen. Er ist als Nachschlagewerk und Weiterbildungsinstrument konzipiert
Gute Arbeit und Strukturwandel in der Pflege: Gestaltungsoptionen aus Sicht der Beschäftigten
Pflegeberufe gehören zu den angesehensten Berufen. Dennoch wird der Fachkräftemangel die Pflege in den nächsten Jahren stärker treffen als andere Bereiche, denn die Arbeitsbedingungen sind belastend, die Gehälter im Vergleich zu anderen Tätigkeiten niedrig. Um ausreichend junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen und dem vorzeitigen Berufsausstieg der Beschäftigten entgegenzuwirken, muss nicht nur das Image der Pflege verbessert werden. Zentral wird sein, dass die Pflegebranche attraktiver wird. Fachkräfte müssen gehalten und neue gewonnen werden. Die Beschäftigten in der Pflege sind Experten ihrer eigenen Arbeit. Im Auftrag der Arbeitnehmerkammer hat das Institut Arbeit und Wirtschaft Pflegekräfte aus der ambulanten und stationären Altenpflege, aus Krankenhäusern und aus verschiedenen Qualifikationsstufen befragt: Wie könnte die Zukunft der Pflege aus Sicht der Beschäftigten aussehen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten tun sich auf? Welche Handlungsempfehlungen geben Pflegende und welche gezielten Maßnahmen können für gute Pflege und für gute Arbeit ergriffen werden? Das Projekt ist ein Beitrag der Arbeitnehmerkammer im Rahmen der Bremer Pflegeinitiative
Flexibilisierung und Leiharbeit in der Pflege
Zeitarbeit in der Pflege unterscheidet sich in einigen Punkten von Zeitarbeit in anderen Branchen: Sie wird weitgehend nicht zur Kompensation von Auftragsspitzen eingesetzt, sondern eher als Mittel zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei zu geringer Personalausstattung. Es dominiert die Nachfrage nach qualifizierten, teilweise auch spezialisierten Fachkräften, während Hilfskräfte weniger nachgefragt werden. Die Motive der Zeitarbeitnehmer sind sehr unterschiedlich, die "typische" Zeitarbeitnehmerin in der Pflege gibt es nicht. Die Qualität der Dienstleistung "Pflege als Zeitarbeit" ist insbesondere vom qualifikationsadäquaten Personaleinsatz und einer ausreichenden Einsatzkontinuität im Entleihbetrieb abhängig. Das zentrale Problem des strukturellen Personalmangels und des Fachkräftemangels in der Pflege kann durch die Zeitarbeit nicht ernsthaft kompensiert werden, da der Mangel an Fachkräften die Personaldienstleister in ähnlicher Weise trifft wie die Entleihbetriebe. Es besteht ein tiefergehender Forschungsbedarf zur gängigen Praxis sowie zur den Auswirkungen von Zeitarbeit im Hinblick auf die Qualität der Pflege sowie auf die Qualität der Arbeit
Pflege der Eltern - Ein europäischer Vergleich*
Zusammenfassung: Pflegebedürftige werden vorwiegend von Familienmitgliedern versorgt. Nicht jede pflegebedürftige Person kann jedoch auf die Unterstützung von Angehörigen zurückgreifen, und nicht alle Familienmitglieder beteiligen sich an der Pflege. Welche Faktoren begünstigen also die familiale Pflege, und welche erschweren sie? Welche bedeutenden Unterschiede bestehen zwischen europäischen Ländern, und wie lassen sich diese erklären? Die empirischen Analysen basieren auf dem Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien). Die Befunde zeigen, dass die Pflege der Eltern durch die erwachsenen Kinder von vielfältigen Faktoren abhängt: individuelle Merkmale von Eltern und Kindern, familiale Strukturen sowie kulturell-kontextuelle Faktoren einschließlich wohlfahrtsstaatlicher Institutionen. Intergenerationale Pflege ist besonders in den süd- und zentraleuropäischen Ländern ausgeprägt, in denen Kinder gesetzlich zur Unterstützung bedürftiger Eltern verpflichtet sind. Gleichzeitig ermöglichen professionelle häusliche Pflegeleistungen in den untersuchten Ländern, dass erwachsene Kinder eigene Lebensentwürfe jenseits der Pflege verfolgen könne
Zur Reform der Leistungsformen der Pflegeversicherung: Ein familienökonomischer Ansatz
Die Verlagerung von der ambulanten zur stationären Pflege ist eine der Hauptursachen für die Ausgabensteigerungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Um diesen so genannten Heimsog zu reduzieren, haben die Pflegekassen ein Modellprojekt Personengebundenes Pflegebudgetinitiiert, das über ein erweitertes Leistungsspektrum und eine erleichterte Leistungsabrechnung eine Flexibilisierung des Pflegearrangements ermöglichen soll. Dies impliziert eine Stabilisierung der häuslichen Pflege und, so die Hoffnung, verzögert den Übergang zur stationären Pflege. Ziel dieses Papiers ist es, unter Verwendung eines familien-ökonomischen Ansatzes das mikroökonomische Kalkül bei der Wahl des Pflegearrangements modelltheoretisch zu analysieren. Es werden Hypothesen entwickelt zur Variation des Pflegearrangements bei Gewährung von Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Pflegebudget
Heckenpflege: An die Motorsäge - fertig - los!
Im Winter ersetzt das Brummen der Motorsägen das Zwitschern der Vögel. Hecken, Ufer- und Feldgehölze brauchen regelmässige Pflege, um eine möglichst grosse Baum- und Strauchvielfalt erhalten zu können. Mit regelmässiger Pflege bildet sich eine dichtere Kronenstruktur, in dem sich Kleintiere verstecken und Vögel ihre Nester bauen können
Complexity and coherence
Leslie Topp traces the emergence of the asylum mortuary as an architectural challenge. Drawing on new archival research, Complexity and Coherence: The Challenge of the Asylum Mortuary in Central Europe, 1898–1908 unpacks the highly fraught combination of scientific practices, death rituals, and psychiatric strategies that made up the mortuary's program. Topp analyzes three mortuary buildings in new psychiatric institutions at Vienna, Mauer-Öhling (Lower Austria), and Kroměříž (Moravia). Far from conforming to an established type, each building represents a radically different approach to the challenge of rendering the program's abrupt juxtapositions meaningful and coherent. In each case the building is conceived within the force field of Wagner School modernism, but the contrasting built results show the diversity of that modernism pushed to its limits by the complexity of the program's requirements and associations
Grenzen ambulanter Pflege
In den letzten Jahren entwickelte sich die Betreuung und Versorgung von pflege- und hilfebedürftigen Menschen zu einem brisanten gesundheits- und sozialpolitischen Problem. Mit zahlreichen politischen Steuerungsversuchen wurde darauf zu reagieren versucht: Umfangreiche Reformpakete wurden verabschiedet, Versorgungsbereiche abund umgebaut, eine Reihe neuer Versorgungseinrichtungen geschaffen, andere umstrukturiert und vor allem: das Schwergewicht darauf gelegt, die ambulante Versorgung auszuweiten. Verbunden damit sollte der ambulanten Pflege zunehmende Bedeutung eingeräumt und zugleich der stationäre Sektor, insbesondere der Krankenhausbereich, entlastet werden. Schon bald aber zeichnete sich ab, was heute offensichtlich ist. Trotz der Ausweitung der ambulanten Pflege konnte die Situation Hilfe- und Pflegebedürftiger nicht wesentlich verbessert werden. Die Wirkung zahlreicher Steuerungsversuche und Umstrukturierungsbemühungen ist allein deshalb begrenzt geblieben, weil sie das Ausmaß des vorhandenen Bedarfs wie auch die Entwicklung und Veränderung des Bedarfs unterschätzten. Von den daraus im Alltag ambulanter Pflege resultierenden Schwierigkeiten handelt das vorliegende Papier. Im Zentrum steht die Frage, welche Probleme die Betreuung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen aus der Perspektive ambulanter Pflegedienste aufwirft und vor welche Grenzen sie im Alltag gestellt sind. Damit wird ein in der Diskussion weitgehend vernachlässigter Aspekt aufgegriffen. Hatte diese bislang schwerpunktmäßig strukturelle Probleme oder die Angebotsseite ambulanter Dienste thematisiert, so geht es hier um eine Betrachtung der aus der Organisation ambulanter Pflege(dienste) erwachsenen Möglichkeiten und Beschränkungen der Leistungserbringung. Das Papier erscheint in gekürzter Version als Teil.des Buches ''Versorgung alter Menschen: Sozialstationen zwischen wachsendem Bedarf und Restriktionen von Vjenka Garms-Homolovä und Doris Schaeffer (Freiburg: Lambertus 1992)
Indirect fiscal effects of long-term care insurance
Informal care by close family members is the main pillar of most long-term care systems. However, due to demographic ageing the need for long-term care is expected to increase while the informal care potential is expected to decline. From a budgetary perspective, informal care is often viewed as a cost-saving alternative to subsidized formal care. This view, however neglects that many family carers are of working age and face the difficulty to reconcile care and paid work which might entail sizable indirect fiscal effects related to forgone tax revenues, lower social security contributions and higher transfer payments. In this paper we use a structural model of labor supply and the choice of care arrangement to quantify these indirect fiscal effects of informal care. Moreover, based on the model we discuss the fiscal effects related to non-take-up of formal care.Die Organisation der Altenpflege stützt sich in vielen Ländern auf die Bereitstellung informeller Pflege durch Familienangehörige. In alternden Gesellschaften gerät dieses System jedoch zunehmend unter Druck, da die Nachfrage nach Pflege steigt und gleichzeitig das Potenzial für Familienpflege sinkt. Die informelle Pflege wird aus fiskalpolitischer Sicht häufig als die kostengünstigste Variante der Altenpflege wahrgenommen. Die Bestimmung der gesamten fiskalischen Kosten erfordert jedoch eine Berücksichtigung von indirekte Kosten der informellen Pflege. Diese entstehen dadurch, dass viele pflegende Angehörige ihr Arbeitsangebot reduzieren, um auf die Doppelbelastung aus Pflege und Lohnarbeit zu reagieren. Dies führt zu geringeren Steuereinnahmen, reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen und höheren Transferzahlungen. In dieser Studie nutzen wir ein strukturelles Modell des Arbeitsangebots und der Pflegearrangements, um diese indirekten fiskalischen Kosten zu quantifizieren. Darüber hinaus nutzen wir das Modell, um zusätzliche fiskalischen Effekte zu diskutieren, die durch eine Nichtinanspruchnahme (non-take up) von formeller ambulanter Pflege entstehen können
- …
