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Beliefs von Physik-Lehramtsstudierenden in der Studieneingangsphase
Für den Begriff belief wird im Beitrag zunächst dargestellt, welche
wesentlichen Merkmale diesen Begriff kennzeichnen und wie er im Rahmen der
Forschungsarbeit ausgelegt wird. Daraus wird eine der Arbeit zugrunde liegende
Visualisierung des Konstrukts Belief abgeleitet. Im zweiten Teil wird die auf
diesem Konstrukt aufbauende Forschungsarbeit dargestellt. Im Rahmen der Arbeit
wurden die Kombibachelor-Studierenden der neu konzipierten Lehrveranstaltungen
zur Experimentalphysik an der Freien Universität Berlin in einer
dreisemestrigen Längsschnittstudie hinsichtlich ihrer beliefs zu verschiedenen
Aspekten der Physik (z.B. Aspekt des absoluten Wissens, Einfluss des Zufalls,
naturwissenschaftliche Methode) befragt. Aufbauend auf dieser Befragung wurde
eine Interviewstudie durchgeführt, bei der die Studierenden mit den beliefs
ihrer Kohorte und deren Entwicklung während der Studieneingangsphase
konfrontiert wurden. Auch Erfahrungen und daraus folgernde
Verbesserungsvorschläge für den Studieneinstieg wurden erfragt
Elementare Validität der KiL-Maße für fachdidaktisches Wissen und Fachwissen im schulischen Kontext von Lehramtsstudierenden der Mathematik
In der KiL-Studie (Messung professioneller Kompetenzen in mathematischen und naturwissenschaftlichen Lehramtsstudiengängen) wurde fachspezifisches Wissen von Lehramtsstudierenden als Fachwissen (FW), fachdidaktisches Wissen (FDW) und Fachwissen im schulischen Kontext (FWsK) konzeptualisiert und entsprechende Instrumente zur standardisierten Erhebung dieser Wissensbereiche entwickelt. In diesem Beitrag wird ausgehend von den quantitativen Befunden zur Struktur dieser Tests (N=505) eine ergänzende Interviewstudie vorgestellt. Diese untersucht die inhaltliche Validität der beiden schulnahen Maße auf Aufgabenebene um ambivalente quantitative Befunde einordnen zu können. Dabei gelingt es aufzuzeigen wie Lehramtsstudierende (N=18) auf unterschiedliches Wissen zur Lösung der Aufgaben mit schulischem Bezug (FDW, FWsK) zurückgreifen
Das neue Pflichtpraktikum an Handelsakademien – Was berichten Schüler/innen über Umsetzung und Kompetenzerwerb?
Pflichtpraktika sind in den Curricula österreichischer berufsbildender Schulen bereits seit Langem verankert. Eine Ausnahme stellten bisher die kaufmännischen Schulen dar. Mit dem Lehrplan 2014 wurde nun aber auch in diesem Schultyp eine verpflichtende Praxisphase eingeführt, um die Employability der Absolvent/inn/en zu stärken. Mit dieser Innovation sind umfangreiche Erwartungen verbunden. Es stellt sich die Frage, inwieweit diese tatsächlich eingelöst werden können. Erstaunlicherweise sind die Lernprozesse, die sich im Rahmen derartiger Praxisphasen bzw. durch die Verbindung von schulischem und betrieblichem Lernen vollziehen, bisher nur wenig wissenschaftlich erforscht. Ziel dieses Beitrags ist es vor diesem Hintergrund, im Rahmen einer Interviewstudie zu untersuchen, wie Handelsakademie-Schüler/innen die derzeitige Umsetzung des Pflichtpraktikums in Bezug auf Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungsphase erleben und welche konkreten Beiträge zum eigenen Kompetenzerwerb sie den einzelnen Phasen zuschreiben. Auf Basis der Erkenntnisse werden Handlungsempfehlungen für die gezielte Weiterentwicklung der Konzeption und Implementation des Pflichtpraktikums abgeleitet
Begriffsverständnis von Parallelität bei Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren – Eine explorative Interviewstudie
Der Fokus von Studien, die sich mit dem Begriffserwerb von Flächenformen
bei Kindern im Vorschulalter befassen, liegt vor allem auf der Benennung
und Unterscheidung verschiedener Flächenformen. Weitgehend ungeklärt
ist bislang wie Kinder Flächenformen wahrnehmen – z. B. auf welche
Aspekte sie achten – und was ihre Entscheidung beeinflusst, mit der sie
eine Flächenform einer bestimmten Begriffsklasse zuordnen. Da Eigenschaften
eine zentrale Komponente für den Erwerb von Begriffsverständnis
darstellen (Vollrath 1984), liegt die Vermutung nahe, dass Kinder verschiedene
Eigenschaften berücksichtigen, wenn sie Flächenformen klassifizieren
sollen. Eine Eigenschaft, die v. a. für die Klasse der Vierecke von
Bedeutung ist, ist die Parallelität. Um erste Einsichten zur Wahrnehmung
von Eigenschaften bei Flächenformen zu gewinnen, wurde eine explorative
Interviewstudie zum Begriffsverständnis von Parallelität durchgeführt
Alter Patient - (k)ein Grund zur Sorge?: Ethische Fragen im Lichte empirischer Daten
Zusammenfassung: Hintergrund: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und inwiefern das Alter des Patienten bei Therapieentscheidungen eine Rolle spielt. Material und Methoden: Als empirische Grundlage werden aktuelle Daten aus 2Interviewstudien zu ethischen Fragen in der Rettungs- und Intensivmedizin bzw. der Geriatrie herangezogen sowie eine Fragebogenstudie bei Allgemeinärzten und Internisten (ambulant und stationär tätig) in 4 europäischen Ländern. Ergebnisse: Demnach besteht Evidenz, dass das Alter des Patienten faktisch durchaus ein wirksamer Faktor bei der Therapieentscheidung bis hin zum Vorenthalten adäquater Maßnahmen ist. Zu unterscheiden ist dabei zwischen einer Wirksamkeit des Faktors Alter einerseits und der Legitimation, Therapie nach dem Alter des Patienten zuzuteilen oder vorzuenthalten. Ob eine solche Unterscheidung nach Alter ethisch akzeptabel ist, wird international kontrovers beurteilt. Die Daten der Studien werden im Lichte ethischer Argumente diskutiert. Schlussfolgerung: Nach einer Übersicht über das Für und Wider der Altersrationierung wird die Schlussfolgerung vertreten, dass die Argumente gegen eine Diskriminierung nach Alter überwiegen. Die Arbeit schließt mit (ethischen) Empfehlungen für die Praxi
"Das Doppelte"
Im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie wird das Verständnis von Kindergarten- und Grundschulkindern bezüglich des Begriffs "das Doppelte" analysiert. Es lassen sich dabei unterschiedliche Typen des Begriffsverständnisses herausarbeiten. Der vorliegende Beitrag versucht, den Prozess der Typenbildung als zentralen Bestandteil der Theoriebildung anhand eines Beispiels zu skizzieren
Axiomatik in der Schule: ein didaktisches Himmelfahrtskommando?
„Of the many odd and various things we believe, few are believed more confidently than the truths of simple mathematics. When asked for an example of a thoroughly dependable fact, many will turn from common sense – ‘after all, they used to think humans could’nt fly’ – from science – ‘the sun has risen every day so far, but it might fail us tomorrow ’ – to the security of arithmetic – ‘but 2 plus 2 is surely 4’. “ (Maddy 1990, S. 1)
Die Mathematik gilt als Musterbeispiel für logische Stringenz und lückenlose Beweisführung. Mathematische Sätze haben, sobald sie einmal bewiesen sind, den Ruf unumstößlicher Wahrheiten, an denen niemand mehr zweifeln kann. Aus fachlicher Sicht führt jede mathematisch-logische Argumentationskette irgendwann zu Aussagen, die in einer mathematischen Theorie nicht weiter bewiesen werden (können), den sogenannten Axiomen. Von ihnen ausgehend stellt sich die Mathematik als eine deduktive Wissenschaft dar, die allein auf Grundlage der Axiome mit logischen Schlüssen die Richtigkeit ihrer Aussagen sichert. Den Ausführungen in diesem Artikel liegt die Prämisse zu Grunde, dass das axiomatische Arbeiten „ein zu wichtiger Bestandteil des mathematischen Denkens [ist], als daß wir es den Schülern vorenthalten dürften“ (Lehmann 1979, S. 120). Es ist nach Ansicht des Autors heutzutage durchaus noch möglich, in sinnvoller Weise Axiomatik an der Schule zu betreiben. Zu diesem Zweck wurde eine Unterrichtsreihe zu Andrei Kolmogoroffs Axiomen der Wahrscheinlichkeitsrechnung für Zusatzkurse der Sekundarstufe II entwickelt, die in diesem Artikel vorgestellt wird. Ferner werden erste Ergebnisse einer qualitativen empirischen Pilotstudie über Schülervorstellungen zu diesem Thema präsentiert
Strategien bei Raumvorstellungsaufgaben. Erste Ergebnisse einer Untersuchung mit Kindern im vierten Schuljahr
Aufgaben zum Erfassen räumlichen Vorstellungsvermögens werden traditionell bestimmte Lösungsstrategien zugeschrieben. Diese werden allerdings nicht zwangsläufig von Kindern eingesetzt. Erste Ergebnisse einer Interviewstudie zeigen, dass Kinder im vierten Schuljahr eine Vielzahl verschiedener Strategien einsetzen, deutlich mehr als die Theorie erwarten lässt. Diese Strategien gilt es zu analysieren, zu strukturieren und der Theorie gegenüberzustellen
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