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Nach dem Happy End : Vermittlung von Informationskompetenz an der UB Mannheim 2017 (und darüber hinaus)
Informationskompetenz - in Schweizer Hochschulen kein Thema?
Die für das Hochschulwesen der Schweiz zuständigen Ämter und Gremien befassen sich hauptsächlich mit den technologischen Aspekten der Information. Informationskompetenz ist noch kaum ein Thema, obwohl auch Schweizer Studierende in diesem Bereich Defizite aufweisen. Ein Vorstoss der ETH-Bibliothek, die Vermittlung von Informationskompetenz ins Curriculum aufzunehmen, blieb bei der Schulleitung ohne Erfolg. Die ETH-Bibliothek plant nun den Ausbau ihres aktuellen Schulungsangebots, und sie wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Vermittlung von Informationskompetenz in die Studienpläne Eingang finde
Einfluss von Informationskompetenz-Veranstaltungen auf die Qualität von Masterarbeiten
Am Geographischen Institut der Universität Zürich haben die Studierenden, welche als erster Jahrgang die IK-Veranstaltung als Pflichtmodul absolvierten, ihre Masterarbeit abgeschlossen. Mit einer quantitativen Auswertung wird untersucht, ob sich die Qualität der Quellen in den Masterarbeiten verbessert hat. Dazu werden die Literaturverzeichnisse einer bibliometrischen Analyse unterzogen. Anschliessend werden die erhaltenen Werte mit denjenigen verglichen, welche von Arbeiten ohne IK-Schulung erhoben wurden. Diese Methodik könnte ein Werkzeug darstellen, um Informationskompetenz-Veranstaltungen bezüglich ihrer Relevanz für wissenschaftliches Arbeiten evaluieren zu können
Gesellschaftliche und interdisziplinäre Aspekte der Informatik
Methoden und Techniken der Informatik durchdringen mittlerweile nahezu sämtli-che Sphären der westlichen Industriegesellschaften (Wellman/Haythornthwaite 2002). Sowohl betriebliche Abläufe als auch der private Alltag sind in hohem Maße durch die Nutzung von Informations- und Planungssystemen, computerbasierte Netzwerk- und Kommunikationstechnologien bestimmt. Kognitionswissenschaftler bemühen Modelle der theoretischen Informatik (universelle Turingmaschinen) zur Beschreibung kognitiver Prozesse (Johnson-Laird 1983), Genetiker und Immunolo-gen (Tarakanov/Skormin/Sokolova 2003) greifen in ihrer Modelbildung auf infor-mationstheoretische Konzepte zurück (Roederer 2005), Physiker entwickeln eine Wissenschaftssprache, welche die Interaktion der grundlegenden Bausteine der Welt als Berechnungen erfasst (von Baeyer 2005). Umgekehrt wird auch die Informatik von Ergebnissen anderer Disziplinen nachhaltig beeinflusst. Zu nennen wären neue Berechnungsmodelle im Neuro- (Churchland/Sejnowski 1994) oder Quantencom-puting (Nielsen/Chuan 2000). Gemeinsam ist diesen zum Teil disparaten wissen-schaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, dass einem verallgemeinerten Informationsbegriff eine große heuristische Kraft zugesprochen wird. Aus wissen-schaftstheoretischer Sicht wird diese Fokussierung auf Information als erklärende Größe teils heftig kritisiert, teils als zukunftsweisend vorangetrieben. Janich etwa spricht informationstheoretischen Modellen der Genetik jegliche eigenständige Er-klärungsfähigkeit ab (Janich 2006) – während andererseits Floridi die Forderung nach einer eigenständigen Informationsphilosophie (Floridi 2003) erhebt. Diese sehr weit gespannte Debatte kann an dieser Stelle nicht nachvollzogen werden. Vielmehr soll hier eine Konzentration auf die Fragestellungen im Zusammenhang mit der Produktion, Distribution und Rezeption von Information erfolgen, welche die Gesellschaft, die sich derzeit als Informations- oder Wissensgesellschaft (Bittlingmayer/Bauer 2006; Kübler 2005; Kuhlen 2004) begreift, systematisch unter normativen Gesichtspunkten diskutiert. Im Zentrum des Interesses steht im Folgen-den nicht der Computer als Berechnungswerkzeug sondern das Computernetzwerk als Medium zur Erarbeitung und Vermittlung von Wissen und Information
Informationssuchverhalten als Grundlage für die Gestaltung von Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz
Für die Gestaltung bibliothekarischer Veranstaltungen zum Erwerb von Informationskompetenz stellen die bisherigen Ergebnisse und Befunde der Forschung zum Informationssuchverhalten eine wertvolle Grundlage dar, indem bestimmte und v.a. typische Verhaltensmuster, Routinen und Präferenzen im Umgang mit Informationsressourcen und Informationen in konzeptionelle und inhaltliche Anpassungen von IK- Veranstaltungen eingebracht und eingesetzt werden. Das Informationssuchverhalten untersucht sowohl individuelle als auch kollektive Informationsprozesse und Faktoren, die diese maßgeblich beeinflussen. Hierzu werden der gesamte Informationsprozess oder einzelne Abschnitte untersucht, die den Information Need, Seeking und Using (INSU)-Prozess bilden. Die Befunde der einzelnen INSU-Prozesses-Einheiten zeigen, dass Faktoren wie Informationsbedarf, Informationsart und -form sowie die Einbindung in übergeordnete Arbeitsprozesse wesentlichen Einfluss auf das Informationssuchverhalten haben. Des Weiteren konnte die ISB-Forschung eine Klassifizierung von Benutzergruppen entwickeln und z.B. Fast Surfers, Broad Scanners und Deep Divers charakterisieren bzw. auch das Bouncing oder Flicking Behavior beschreiben. Hinzu kommen mehrere Modelle, die Informationssuchverhalten und Informationsverhalten in bestimmten Situationen nachbilden und darstellen können
Informations- und Kommunikationskompetenz – das «Lesen und Schreiben» der ICT-Kultur
Nach der Schrift und dem Buchdruck führen gegenwärtig die elektronischen Medien zu einem dritten grossen Leitmedienwechsel. Ein solcher Leitmedienwechsel führt jeweils zu starken Veränderungen der Kultur. Gemäss Hans Magnus Enzensberger orientiert sich eine neue Kultur zu Beginn immer an der alten, erst später wird sie selbständig und baut einen eigenen Charakter auf. So stammt das Verständnis der Informationskompetenz aus Zeiten, in denen das Buch das Leitmedium war. Massnahmen zur Förderung des kompetenten Umgangs mit Informationen besonders in Bibliotheken sowie Evaluationen der Informationskompetenz von Schülerinnen und Schülern oder von Studierenden basieren auf diesem Verständnis und entsprechenden Modellen. Der aktuelle Leitmedienwechsel von einer vom Buch geprägten Kultur zu einer von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) – allen voran dem Internet – dominierten Kultur macht ein neues Verständnis der Informationskompetenz notwendig. Im vorliegenden Text werden eine neue Definition, neue Standards und mögliche aktuelle Inhalte zur Förderung von Informationskompetenz systematisch aus kommunikationstheoretischen und soziologischen Betrachtungen des Leitmedienwechsels hergeleitet. Bislang stand bei der Förderung von Informationskompetenz die Rezeption von Texten im Vordergrund. Neu sind dem die Produktion und Übermittlung von Ton-Dokumenten, Videos, Fotos, Grafiken sowie Animationen gleichzustellen. Damit nähert sich der Begriff «Informationskompetenz» stark jenen der Medienkompetenz und der ICT-Kompetenz an
Das Online-Tutorial der USB Köln
Darstellung der Konzeptionierung und Fertigstellung eines Online-Tutorials auf Grundlage von ILIAS (Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperationssystem), das an der Univrsität zu Köln entwickelt wurde. Das Online-Tutorial bietet dem Nutzer Materialien zum Aufbau von Informtionskompetenz an, die ihm helfen sollen, sich bestimmte Themen selbst zu erarbeiten. Gedacht nicht als Ersatz sondern als Ergänzung des Schulungsangebots der USB Köln soll es alle Benutzer der Bibliothek ansprechen, insbesondere aber die Studierenden. Die Module wurden durch Tests und weitere interaktive Module ergänzt, und es ist gewünscht auch die Institutsbibliotheken in dieses Projekt einzubeziehen
Plagiaterkennung und Plagiatvermeidung an Universitäten und Bibliotheken
Trotz des großen öffentlichen Interesses und der hohen Relevanz bei der Bewertung von Prüfungsleistungen wurde das Thema Plagiaterkennung und Plagiatvermeidung von wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland bisher nicht systematisch aufgegriffen. Den vorliegenden Untersuchungen zufolge wird die Häufigkeit von Plagiaten zukünftig weiter ansteigen. Ausgehend von der Beschreibung des Ist-Zustandes an Universitäten und Bibliotheken zeigt der Beitrag Möglichkeiten eines systematischen Umgangs mit Plagiaten als Form wissenschaftlichen Fehlverhaltens auf. Besondere Bedeutung kommt dabei Veranstaltungen zur Vermittlung von Informationskompetenz zu, die durch den Einsatz von Plagiaterkennungssystemen flankiert werden können. Ergänzt werden diese strategischen Überlegungen durch die Beschreibung konkreter Aktivitäten an der Universitätsbibliothek Heidelberg
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