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‘That’s unscientific!’: Science as the arbitrator of ‘truth’ in (German) feminist linguistic debates
The feminist critique of language has been contested from its very inception. Opponents have distanced themselves from feminist proposals by arguing, for example, that language and reality are separate entities; that linguistic disparity is insignificant in comparison to other forms of discrimination; and most of all, that feminist approaches are ‘unscientific’. In this paper, I explore the late 1970s dispute between Senta Trömel-Plötz, Hartwig Kalverkämper and Luise F. Pusch as a particular example of the feminist vs. ‘scientific’ position. These three linguists are prominent voices in the German-language context and their arguments provide a valuable insight into the nature of gender and language debates in general. As I aim to show in the following, even empirical evidence does not necessarily bring a close to the discussions
Review Of German Studies In The Post-Holocaust Age: The Politics Of Memory, Identity, And Ethnicity Edited By A. Del Caro And J. Ward
Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt: Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland
In der letzten Zeit sind zahlreiche öffentliche Debatten von Begriffen wie 'Industrie 4.0' oder 'Arbeitswelt 4.0' geprägt. Dabei wird deutlich, dass die fortschreitende Digitalisierung weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Arbeitswelt haben wird. Um abschätzen zu können, wie sich die Arbeitswelt zukünftig weiter entwickeln wird, müssen wir aber zunächst einmal klären, wo Deutschland heute steht. Wie stark sind Berufe schon heute potenziell ersetzbar, weil Tätigkeiten, die derzeit noch von Beschäftigten erledigt werden, demnächst von Computern übernommen werden? In diesem Forschungsbericht ermitteln wir deshalb für die einzelnen Berufe den Anteil der Tätigkeiten, der schon heutzutage durch Computer ersetzt werden könnte. Wir berechnen diese Substituierbarkeitspotenziale der Berufe auf Grundlage von Berufsdaten aus der Expertendatenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Damit können wir die Spezifika des deutschen Arbeitsmarktes und Bildungssystems unmittelbar berücksichtigen. Im Ergebnis sind 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland im Jahr 2013 einem sehr hohen Substituierbarkeitspotenzial ausgesetzt, also in einem Beruf beschäftigt, bei dem mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten heute schon durch Computer ersetzt werden könnten. Wir stellen unsere Ergebnisse detailliert nach dem Anforderungsniveau, für die Berufssegmente sowie für die Berufssegmente getrennt für die unterschiedlichen Anforderungsniveaus nach der Klassifikation der Berufe 2010 dar. Im Anhang präsentieren wir zudem Ergebnisse für die Berufshauptgruppen getrennt für die unterschiedlichen Anforderungsniveaus nach der Klassifikation der Berufe 2010 sowie für die BIBB-Berufsfelder.Recently, terms such as "industry 4.0" (Industrie 4.0) or "working environment 4.0" (Arbeitswelt 4.0) play a dominant role in several public debates. It is clear that the ongoing digitalisation may have large effects on the future working environment. To consider the development of the future working environment, we first have to clarify the current status of Germany. How much are occupations substitutable because tasks performed by employees today will be substituted by computers in the near future? In this paper, we determine for single occupations the share of tasks that could be currently substituted by computers. We calculate the substitution potentials of occupations based on German occupational data from the expert data base BERUFENET of the Federal Employment Agency. Thus, we can directly consider the specific characteristics of the German labour market. Our results show that 15 percent of employees subject to social insurance contributions have a high substitution potential in the year 2013 in Germany, i.e. they are employed in an occupation in which more than 70 per cent of the tasks could already be substituted by computers. We present our results for requirement levels, occupational segments and occupational segments in combination with the requirement level of the German Classification of Occupations 2010. Furthermore, we provide results in the appendix for the occupational main groups in combination with the requirement level of the German Classification of Occupations 2010 and the BIBB fields of occupations
Interkulturelle Kompetenz in grenzüberschreitenden Arbeitszusammenhängen: Eine konzeptionelle Literaturstudie
Grenzüberschreitende Arbeitszusammenhänge sind inzwischen Normalität für Unternehmen, nichtstaatliche und staatliche Organisationen, aber genauso auch für die Interessenvertretungen von Beschäftigten. Die damit notwendig gewordene Interkulturelle Kompetenz wird häufig eingeschränkt auf den Umgang mit nationalkulturellen Unterschieden verstanden. Diese auf Literaturanalyse und Expertengesprächen basierende Studie zur Bedeutung Interkultureller Kompetenz in grenzüberschreitenden Arbeitszusammenhängen weitet das Verständnis zu einem mehrdimensionalen Kulturbegriff, der sich weder einseitig substantiell noch nur relational versteht. Dadurch wird es ermöglicht, die Handlungsspielräume für erfolgreiche grenzüberschreitende Interessenregulierung auf Institutionen und Organisationen zu erweitern. Interviews mit Expertinnen und Experten sowohl aus nationalen und internationalen Gewerkschaftsorganisationen als auch gewerkschaftsnahen Bildungseinrichtungen und politischen Stiftungen führen zu handlungsorientierenden Schlussfolgerungen für erfolgreiche Interessenregulierung in grenzüberschreitenden Arbeitszusammenhängen. Damit trägt die Studie auch kompetente Stimmen aus der Praxis vor: Interkulturelle Kompetenz sollte vom Expertenwissen zum Alltagshandeln werden
Expertise als soziale Institution : Die Internalisierung Dritter in den Vertrag
Englische Fassung: Expertise as Social Institution: Internalising Third Parties into the Contract. In: David Campbell, Hugh Collins und John Wightman (Hg) Implicit Dimensions of Contract: Discrete, Relational and Network Contracts. Hart, Oxford 2003, 333-36
Kein Experte ist wie der andere: vom Umgang mit Missionaren und Geschichtenerzählern
Der vorliegende Text leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Experteninterviews als Erhebungsinstrument in den Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt steht das Interviewverhalten der Befragten - ein Aspekt, der in der bisherigen Literatur zum Experteninterview zu wenig Beachtung gefunden hat. Die Rolle, die der Experte im Interview einnimmt, so unsere These, ist dabei letztlich mitentscheidend für den Erfolg und die weitere Verwertbarkeit der durch ein Interview gesammelten Antworten. Neben Faktoren wie der allgemeinen Vorbereitung, der Ausarbeitung der Fragen und der Auswertungsmethode wird damit die Gesprächsführung zur entscheidenden Determinante der Qualität eines Experteninterviews. Der Beitrag entwickelt eine Typologie unterschiedlicher Interviewpartner und stellt deren jeweilige Besonderheiten dar. Experten lassen sich nach ihrem Kommunikationsstil (detailverliebt, anekdotenhaft, abstrahierend, ausweichend, contra-faktisch) und nach ihrer Intention, an einem Interview teilzunehmen (Informationsweitergabe, Persuasion), unterscheiden. Entlang dieser beiden Dimensionen lassen sich zehn Typen von Experten unterscheiden. Eine solche Typologie hilft, Herausforderungen an eine Interviewsituation (Zeitmanagement, Faktensammlung, Ermittlung von Meinungen) frühzeitig zu erkennen und Interviewstrategien (aktives Zeitmanagement, Konkretisierung, Konfrontation, Bekenntnisstrategie, Versachlichungsstrategie) zu entwickeln, um möglichen problematischen Verhaltensmustern, die solche Experten zeigen, entgegenzuwirken.The following text is intended to contribute to the development of the expert interview as an instrument for gathering data in the social sciences. The focus is on the expert’s role in the interview, an aspect that has largely been neglected in the literature on this subject. This paper asserts that the role an expert takes on in an interview situation determines the usefulness of the information gathered in that interview. This makes the /conduct/ of an interview a factor determining its quality, next to general preparation, wording of questions, and the method of evaluation. We lay out a typology of potential interview subjects, illustrating their respective specific characteristics. Experts can be differentiated according to their style of communication (detail oriented, anecdotal, abstracting, evasive, and counterfactual) and by their reasons for participating in an interview (conveying information, persuasion). Ten different types of experts can be differentiated along these two dimensions. Such a typology can help to recognize early on the challenges of certain interview situations (time pressure, fact-gathering, solicitation of opinions) and thus to develop particular interview strategies (active time management, concretization, confrontation, opinion acknowledgement, objectification) that can counteract some experts' predictably problematic patterns of behavior
Regulatorische Handhabung der selektiven Erstattung von Arzneimitteln in den ausgewählten Ländern England, Niederlande, Frankreich und Schweden
[Einleitung] Im Rahmen des AMNOG wurde die Preisbildung für patentgeschützte Arzneimittel und damit die Erstattung durch die GKV neu geregelt. Seit 2011 wird in einer Verhandlung festgelegt, wie viel die Krankenkassen ab dem 13. Monat nach Marktzugang für neue Arzneimittel bezahlen, während die Preisbildung in den ersten 12 Monaten nach wie vor frei ist (§ 130b SGB V). Die zentrale Entscheidungsgrundlage für die Verhandlung ist eine zuvor durchgeführte Nutzenbewertung (§ 35a SGB V). Insbesondere das vom G-BA im Rahmen der Nutzenbewertung festgestellte Ausmaß des Nutzens bzw. Zusatznutzens stellt ein wichtiges Kriterium für die Höhe des festzusetzenden Preises dar. Der Nutzen bzw. Zusatznutzen eines Arzneimittels kann dabei für Teile der von der arzneimittelrechtlichen Zulassung abgedeckten Populationen deutlich unterschiedlich ausfallen. Der auf dieser Basis festgesetzte Erstattungsbetrag bzw. Preis ist unterdessen für das zugelassene Arzneimittel einheitlich, wird somit ggf. den unterschiedlichen Nutzenniveaus mehr oder weniger gerecht. Vor diesem Hintergrund wird auch von einem „Mischpreis“ gesprochen. Bei Mischpreisen kann es zu Konstellationen kommen, bei denen ein Präparat unter Gegebenheiten verordnet wird, bei dem sein Preis im Einzelfall gemessen am individuellen Nutzen des betreffenden Patienten zu hoch im Sinne der sozialgesetzlich geforderten Wirtschaftlichkeit ist. Sofern die Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln mit unterschiedlichen Nutzenniveaus nicht auf bestimmte Teilpopulationen mit entsprechenden Nutzenniveaus eingeschränkt wird, kommt es in der Praxis zwangsläufig zu Verordnungen, bei denen der Preis nicht „nutzengerecht“ ist. Die sich hieraus ergebende Situation gibt Anlass zur Untersuchung der Frage, ob und wie eine Einschränkung der Erstattungsfähigkeit, d. h. eine selektive Erstattung, zu einer besseren Handhabung der skizzierten Problematik beitragen könnte
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