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Zweite Natur
Der Begriff der zweiten Natur stellt in der Geschichte der Philosophie einen Versuch dar, den neuzeitlichen Geist-Natur-Dualismus zu überwinden. Es lässt sich dabei eine affirmative neoaristotelische von einer kritischen hegelianischen Interpretation dieses Begriffs unterscheiden, wobei die Spannung zwischen beiden Interpretationsweisen hier anhand der Theorien von John McDowell und Theodor W. Adorno untersucht und für eine Theorie des Geistes als zweite Natur fruchtbar gemacht werden soll
Reduktionismus, interaktionistischer Eigenschafts-Dualismus und Epiphänomenalismus
Im Bezug auf das Verhältnis physischer und mentaler Zustände stehen sich nach wie vor drei Theoriebereiche schroff, scheinbar unvereinbar gegenüber, die Identitätstheorie insbesondere in Form des Reduktionismus, der interaktionistische Eigenschafts-Dualismus und der Epiphänomenalismus ( Vgl. dazu die Zusammenstellung von Artikeln in Geyer,2004, mit Beiträgen von Geyer, Libet, Roth, Singer und anderen ). Gegen jede dieser Theorien kann zu mindestens ein gravierendes, unüberwindbares Gegenargument vorgebracht werden womit auch jede dieser Theorieansätze in Frage gestellt werden kann. Vorliegender Beitrag versteht sich als Versuch durch Einführung neuer Hypothesen den Argumenten gegen diese einzelnen Theorien Rechnung zu tragen, die vorliegenden Theorien zu integrieren und damit zu einer neuen übergreifenden Synthese zu gelangen. Dabei wird interdisziplinär auf Ergebnisse der Philosophie des Geistes, der Psychologie und der Neurowissenschaften zurückgegriffen. Die entscheidende Hypothese, hier bereits vorweggenommen, lautet, dass bestimmte physische Zustände in ihrer Existenz an mentale Zustände gebunden sind und nur mit diesen gekoppelt auftreten können. Da auf dieser Hypothese auch die weiteren Hypothesen aufbauen, scheint es angebracht das im Folgenden entwickelte Theoriengebäude als Kopplungstheorie zu bezeichnen
"Nicht du, sondern dein Gehirn ..." : warum Zweifel am omnipotenten Erklärungsansatz der Hirnforscher begründet sind
Critical Realism and Ecological Economics: Counter-Intuitive Adversaries or Ostensible Soulmates?
The paper questions the compatibility of critical realism with ecological economics. In particular, it is argued that there is radical dissonance between ontological presuppositions of ecological economics and critical realist perspective. The dissonance lies in the need of ecological economics to state strict causal regularities in socio-economic realm, given the environmental intuitions about the nature of economy and the role of materiality and non-human agency in persistence of economic systems. Using conceptual apparatus derived from Andrew Brown’s critique of critical realism and Bruno Latour’s actor-network theory, the paper refuses ontological nature/society dualism employed by critical realism, and stresses the role of non-humans in practical production and reproduction of socio-economic networks on the one hand, and in broadly defined ecological economic research on the other hand
Mentale Eigenschaften und mentale Substanzen - Anworten der Analytischen Philosophie auf das 'Leib-Seele-Problem'
Ausgangspunkt ist Descartes "radikaler Bruch mit der antiken Auffassung der Seele", der am Beginn der bis heute kontroversiell geführten Diskussion um den Leib-Seele-Dualismus steht. Beckermann faßt die wichtisten Positionen in diesem Streit zusammen und fügt eigene Argumente hinzu. Auch Wittgensteins Kritik an den herkömmlichen Auffassungen "innerer Zustände" findet Erwähnung
Die Benachteiligung von Kombihilfeempfängern in der kommunalen Arbeitsmarktpolitik
Die Funktion der sozialen Grundsicherung wird in Deutschland durch die Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe abgedeckt. Während jedoch die Finanzierung der Arbeitslosenhilfe durch den Bund erfolgt, obliegt die Finanzierung der Sozialhilfe den Kommunen. Dieser Dualismus führt mutmaßlich zur Benachteiligung sogenannter Kombihilfeempfänger im Hinblick auf deren Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Kombihilfeempfänger sind Personen, deren staatlich garantiertes Mindesteinkommen sowohl aus Sozialhilfe als auch aus Arbeitslosenunterstützung besteht. Ihr Einkommensanspruch ist zwar nicht höher als der von reinen Sozialhilfeempfängern, doch die zwischen Bund und Kommunen geteilte Zuständigkeit für dessen Finanzierung erzeugt Anreize zur gegenseitigen Lastenverschiebung...
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