210 research outputs found

    Potenzielle Auswirkungen des Mindestlohnes auf den Gender Pay Gap in Deutschland: Eine Simulationsstudie

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    In Deutschland wurde zum 1. Januar 2015 ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eingeführt. Kritiker des Mindestlohnes führen an, dass dieser zu erheblichen Beschäftigungsverlusten führen würde. Befürworter stellen dies in Frage und führen für den Mindestlohn ins Feld, dass dieser die Lohnspreizung insbesondere am unteren Ende der Einkommensverteilung mindert. Da weibliche Beschäftigte von Niedriglöhnen bisher vergleichsweise stärker betroffen waren als männliche, ist ein reduzierender Effekt auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen denkbar. Ein Vierteljahr nach Einführung der Maßnahme ist es noch nicht möglich, anhand von Realdaten die tatsächlichen Beschäftigungs- und Einkommensstruktureffekte abzubilden. Stattdessen legen wir eine Simulationsstudie vor, um die Wirkungen des Mindestlohnes auf die geschlechtsspezifische Lohnlücke zu untersuchen

    Kritische Hinweise zu P. Kalmbach über Mindestlöhne in Deutschland

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    In der Juliausgabe des WIRTSCHAFTSDIENST veröffentlichten wir einen Aufsatz von Professor Peter Kalmbach: „Gesetzlicher Mindestlohn – von Befürwortern und Gegnern überschätzt“. Dazu eine Replik von Professor Hickel und eine Erwiderung von Professor Kalmbach. --

    Löhne und Arbeitslosengeld: Wie haben sich die HARTZ-Reformen auf die Lohnentwicklung ausgewirkt?

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    Im Zuge der großen Arbeitsmarktreform des Jahres 2005 wurde im Rahmen der Einführung des Arbeitslosengeldes II die bisherige Arbeitslosenhilfe auf das Niveau der Sozialhilfe gesenkt. Volkswirtschaftliche Modelle sagen bei einem solchen Schritt eine lohndämpfende Wirkung voraus. Diese Vorhersage eines negativen Lohnimpulses soll im vorliegenden Beitrag thematisiert und empirisch untersucht werden. Dabei wird mithilfe von Daten der BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT die Lohnreagibilität von Vollzeitbeschäftigten in den sechs wichtigsten Privatwirtschaftsbereichen dargestellt.

    Interindustrielle Lohnunterschiede und Effizienzlohntheorie: Befunde, Hypothesen und wirtschaftspolitische Relevanz

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    IAB-Betriebspanel: Reichweite des Mindestlohns in deutschen Betrieben

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    Zum 1. Januar 2015 wurde in Deutschland ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt. Ein zentrales Argument der Befürworter dieser politischen Maßnahme ist eine Begrenzung der Lohnungleichheit. Gegner befürchten Arbeitsplatzverluste. Inwieweit diese Gefahr besteht, hängt auch davon ab, wie stark die Betriebe von der Mindestlohnregelung betroffen sind: Wie viele Betriebe gab es überhaupt, in denen auch Stundenlöhne unter 8,50?Euro bezahlt wurden? Und wie viele Beschäftigte in diesen Betrieben verdienten im Jahr 2014 weniger als den Mindestlohn? Der Kurzbericht beruht auf aktuellen Befragungsergebnissen aus dem IAB-Betriebspanel und liefert einen wichtigen Beitrag dazu, die Reichweite des neuen Gesetzes besser einzuschätzen

    Temporary work agencies and equilibrium unemployment

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    During the 1990s, temporary agency work has increased rapidly in most OECD countries. We augment the equilibrium unemployment model developed by Pissarides and Mortensen with temporary work agencies. Our model implies that technological improvements for placements and de-regulation of the sector caused the emergence and growth of temporary agency work. Simulations of a calibrated version of the model show that `temp' work does not necessarily crowd out other, regular jobs. -- Während der neunziger Jahre stieg der Anteil der Zeitarbeit gemessen an der Gesamtbeschäftigung in fast allen OECD Ländern stark an. Wir erweitern das von Pissarides und Mortensen entwickelte Arbeitsmarktmodell mit Zeitarbeit. Auf der Grundlage unseres Modells lässt sich zeigen, dass technologische Veränderungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie und die Deregulierung der Zeitarbeit Aufkommen und Wachstum des Zeitarbeitssektors verursachten. Simulationen des kalibrierten Modells legen nahe, dass Zeitarbeit nicht notwendigerweise Normalarbeitsverhältnisse verdrängt.

    Die Gestaltung des neuen Europas nach der EU-Erweiterung

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    Der Beitritt der neuen Mitgliedstaaten aus Zentral- und Osteuropa zur Europäischen Union (EU) könnte durch die schwach ausgeprägten Gewerkschaftsstrukturen und den wenig entwickelten sozialen Dialog dieser Staaten die vorgeschriebenen Arbeitsstandards der Länder mit starken Gewerkschaftsbewegungen, wie Schweden, bedrohen. Dieser Artikel betrachtet die politischen, wirtschaftlichen und legalen Implikationen eines Arbeitsstreiks in der Bauindustrie, verursacht durch die Beschäftigung lettischer Arbeiter in Schweden durch die lettische Baufirma Laval un Partneri. Der Streit zeigt im Kleinen beispielhaft die wahrgenommenen Gefahren für die Arbeitsstandards, die sich durch die Osterweiterung der EU ergeben.The accession to the European Union of Central and East European new member states with weak trade union movements and poorly developed social dialogue may pose a threat to regulated labour standards in advanced social democracies with strong trade union movements such as Sweden. This article examines the political, economic and legal implications of a labour dispute in the construction industry arising from the presence of Latvian contract labour in Sweden employed by Laval un Partneri. The dispute exemplifies in microcosm the perceived challenges to labour standards posed by the recent Eastward enlargement of the EU

    Heterogeneous labour markets in a microsimulation-AGE model : application to welfare reform in Germany

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    "Labour market reforms that are designed to stimulate labour supply at the lower end of the wage distribution can never be precisely restricted to affect only the target group. Spillovers to and feedback from other segments of the labour market are unavoidable and may counteract the direct effects of the reform. An adequate representation of heterogeneous labour markets becomes therefore an important issue for the assessment of reforms. We analyse the possible interactions between labour market segments in a combined, consistent microsimulation-AGE model with a flexible representation of substitution possibilities and different wage-forming regimes. We look at a stylised reform and find labour-demand cross-price elasticities between the low and medium skilled to be the main drivers of the results. Interaction with the high-skilled segment is less pronounced." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Niedrigqualifizierte, mittlere Qualifikation, Hochqualifizierte, Lohnfindung, Anreizsystem, Leistungskürzung, Arbeitslose, aktivierende Arbeitsmarktpolitik - Auswirkungen, Beschäftigungseffekte, Erwerbsverhalten, Arbeitskräfteangebot, Lohnhöhe, Einkommensverteilung, Bruttoinlandsprodukt, öffentliche Einnahmen, Konsum, Investitionen, Kapitalmobilität, Arbeitsmarktmodell, Heterogenität

    Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels: Aktuelle und zukünftige Fachkräftesituation in der Pharmabranche

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    Die Studie untersucht die gegenwärtige und künftige demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Fachkräftesituation in der pharmazeutischen Industrie. Somit wird sowohl das gegenwärtige als auch das zukünftige Angebotspotenzial an Arbeitskräften innerhalb der Pharmabranche analysiert, wobei Qualifikationsniveaus, soziodemografische Merkmale sowie bestimmte Berufsgruppen gesondert betrachtet werden. Auch eine Bedarfsanalyse im Zeitverlauf zur Identifikation der Arbeitskräfteüberschüsse bzw. -engpässe wird vorgenommen.Zudem werden einige Stellschrauben, über die einem möglichen Fachkräfteengpass entgegengewirkt werden kann, vorgestellt und deren Relevanz für die Pharmabranchedeskriptiv aufgezeigt

    Effekte einer Arbeitszeitverkürzung: empirische Evidenz für Frankreich

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    In diesem Papier wird an Hand eines Vektorfehlerkorrekturmodells (VECM) für den französischen Arbeitsmarkt untersucht, wie sich die dort Anfang 2000 eingeführte Verkürzung der Regelarbeitszeit in Verbindung mit Subventionen der Sozialversicherungsbeiträge ausgewirkt hat. Theoretisch sind die Effekte der Arbeitszeitverkürzung auf die Beschäftigung nicht eindeutig. Deshalb führen wir mit einem Arbeitsmarktmodell out-of-sample Prognosen für die Periode 1999q4-2001q2 durch. Mit dem Vergleich zwischen diesen Prognosen, die als Basissimulation (ohne Schock) angesehen werden können, und den realisierten Werten (mit Schock) können wir dann eine Aussage über die Effekte der Einführung der 35-Stunden-Woche (Schock) treffen. Die Ergebnisse sprechen u.a. für positive Beschäftigungseffekte des implementierten Politikmixes.Arbeitslosigkeit, Arbeitszeitverk¨urzung, VECM, Frankreich
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