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Gegenseitige Anerkennung des AEO-Status
Der Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (Authoriszed Economic Operator) wurde mit der VO (EG) Nr. 648/2005, der sog. kleinen Zollkodex-Reform eingeführt, um die weltweite Lieferkette sicherer zu machen. Ein wesentlicher Bestandteil – die gegenseitige Anerkennung der AEO-Standards und –Zertifikate aus und in Drittländern war bislang nicht möglich. Seit Mitte 2009 gibt es nun erstmals die gegenseitige Anerkennung der Sicherheitsstandards mit der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen. Dieser Beitrag stellt die Hintergründe und die Zukunft der AEO-Anerkennung dar
Fichte and Hegel on Recognition
In this paper I provide an interpretation of Hegel’s account of ‘recognition’ (Anerkennung) in the 1802-3 System of Ethical Life as a critique of Fichte’s account of recognition in the 1796-7 Foundations of Natural Right. In the first three sections of the paper I argue that Fichte’s account of recognition in the domain of right is not concerned with recognition as a moral attitude. I then turn, in section four, to a discussion of Hegel’s critique and transformation of Fichte’s conception of recognition. Hegel’s transformation consists, I argue, in the claim that a comprehensive account of recognition in the domain of right must be concerned with recognition as a moral attitude
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Paradigmen Kultureller Differenz und Hybriditaet
About the book:
Zwar ist in den letzten Jahren der Konsens gewachsen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, aber der Blick auf Migranten hat sich dadurch nicht wesentlich geändert. Auf der Basis des Paradigmas kultureller Differenz gelten sie nach wie vor als die Anderen, die Fremden. Doch die Fremdheit der Migranten als eine Prämisse der Debatte über Einwanderung in Deutschland verstellt den Blick für eine sehr vielfältige und gar nicht unbedingt fremde Lebenswirklichkeit. Die Beiträge dieses Bandes nun stellen diese Prämisse in Frage. Sie untersuchen, wie in den Diskursen von Gesellschaft, Politik und Wissenschaft die kulturelle Differenz vor allem der Einwanderer aus der Türkei immer wieder festgeschrieben wird und diskutieren anhand neuer theoretischer Zugänge alternative Perspektiven. Damit bereichert der Band die gegenwärtige Diskussion um Migration um notwendige innovative Positionen
Konstruktion des Fragebogens Staatliche Anerkennung als Betroffene_r von Menschenrechtsverletzungen und der Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Gerechtigkeitserleben
Systematische Menschenrechtsverletzungen, die der Staat entweder selbst verübt
oder aber nicht verhindert, haben neben negativen gesellschaftlichen
Konsequenzen auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des einzelnen
Individuums. Zur Aufarbeitung der Geschehnisse werden daher häufig sogenannte
Transitional Justice-Maßnahmen eingeleitet. Dabei ist eines der Hauptziele
staatliche Anerkennung, die die rechtliche und symbolische Gleichstellung der
Betroffenen als gleichwertige Bürger_innen durch Akteure des Staates
bezeichnet. Sie stellt eine Grundlage für die Wiederherstellung sozialer
Gerechtigkeit dar. Um die konstatierten positiven Auswirkungen staatlicher
Anerkennung für die Betroffenen empirisch zu überprüfen, fehlt es bisher
jedoch an geeigneten Instrumenten. Aus der Forschung zu sozialer Anerkennung,
welche sich protektiv auf die Symptome einer Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS) auswirkt, lässt sich ein positiver Einfluss von
staatlicher Anerkennung auf die psychische Gesundheit ableiten. Um zu
überprüfen, ob staatliche Anerkennung überhaupt erreicht wird und welche
Auswirkungen sie tatsächlich hat, ist daher Hauptziel der Arbeit die
Konstruktion eines Fragebogens zur subjektiv wahrgenommenen staatlichen
Anerkennung als Betroffene_r von Menschenrechtsverletzungen (STAAN). Zur
Fragebogenkonstruktion wird eine ausführliche Literaturrecherche mit
qualitativen Daten aus Expert_innen-Interviews kombiniert. Die Pilotierung
erfolgt mit einer Stichprobe von Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen
durch das Regime der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (N = 77).
Nach Faktorenanalysen zeigen sich drei Faktoren auf insgesamt 18 Items:
Würdigung, Gleichstellung und Fehlen von Missachtung. Dabei zieht sich der
rechtliche Aspekt von staatlicher Anerkennung durch alle Skalen und zeugt von
der übergeordneten Relevanz, die Ebenbürtigkeit für die Betroffenen hat. Die
Reliabilität liegt sowohl für die Gesamtskala als auch für die Subskalen in
einem guten Bereich. Wie erwartet korreliert staatliche Anerkennung negativ
mit Symptomen der PTBS (erhoben mit der PCL-5) und Depression (erhoben mit dem
PHQ-D) und positiv mit subjektivem Wohlbefinden (erhoben mit dem WHO-5), dem
allgemeinen und persönlichen Gerechtigkeitsleben (erhoben durch GWAL und
GWPER). Allerdings klärt staatliche Anerkennung nur bezüglich des
Gerechtigkeitserlebens über die soziale Anerkennung (erhoben mit dem SAQ)
hinaus Varianz auf – ansonsten wird der Einfluss der staatlichen Anerkennung
durch die soziale Anerkennung vermittelt, was auf eine gemeinsame
Anerkennungskomponente oder moderierende Einflüsse schließen lässt. Die Studie
zeigt, dass staatliche Anerkennung im Kontext von Transitional Justice-
Maßnahmen insbesondere für das Gerechtigkeitserleben wichtig ist, welches sich
wiederum positiv auf die psychische Gesundheit nach erlebten
Menschenrechtsverletzungen auswirken kann. Der Fragebogen bietet sich als
Verfahren für die nähere Erforschung dieser Zusammenhänge an. Neben der
Reliabilität ist die Validität des Fragebogens in Folgestudien abzusichern.Whether the state acts as a bystander or perpetrator of systematic human
rights violations, the negative impacts of such atrocities affect not only
society as whole, but also the mental health of individuals. The process of
coming to terms with the past often involves transitional justice measures.
One of the main objectives is recognition by the state, which constitutes the
legal and symbolic equalization of those affected by human right violations as
equivalent members of society through actors of the state. Recognition
provides the basis for the restoration of social justice. So far, however,
psychometric instruments to test the stated positive effects of recognition by
the state are lacking. Studies on social acknowledgment show the protective
effect on symptoms of post-traumatic stress disorder (PTSD); a positive impact
of state recognition on the mental health of individuals is therefore likely.
In order to verify the effect of state recognition and whether it is achieved
at all, our main goal is to construct a questionnaire on subjectively
perceived recognition by the state for people affected by human rights
violations (STAAN). For questionnaire construction, a detailed literature
review is combined with qualitative data from interviews with experts. The
pilot study is conducted with a sample of victims affected by human rights
violations of the communist regime in former East Germany (N = 77). Factor
analysis results in a questionnaire with 18 items and three factors:
appreciation, equality and absence of disrespect. The aspect of legal
recognition stretches through all scales and demonstrates the overriding
relevance equality has for those affected. Internal consistency for the total
scale and the subscales is very good. As expected, state recognition
correlates negatively with symptoms of PTSD (examined with PCL-5) and
depression (examined with PHQ-D), but positively with subjective well-being
(examined with WHO-5) and the overall and personal experience of justice
(examined with GWAL and GWPER). State recognition accounts for more variance
than social recognition (examined with SAQ) only with regards to the
experience of justice. In all other instances, the influence of state
recognition is mediated through social recognition, which indicates a shared
component of recognition or moderating influences. The study shows the
relevance of recognition by the state especially for the experience of justice
in the context of tranistional justice measures. This in turn might have a
positive influence on mental health after the experience of human right
violations. The questionnaire serves as a psychometric instrument for further
research of these correlations. Further research should assure validity and
reliability
AEO-Programme weltweit
Der Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (AEO) wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2008 geschaffen. Um eine weltweit sichere Lieferkette zu schaffen, ist jedoch eine gegenseitige Anerkennung der Sicherheitsstandards zwischen den beteiligten Wirtschaftsregionen erforderlich. Ähnliche Sicherheits-Konzepte bestehen in den USA, in China, in Japan und Neuseeland sowie in vielen anderen Regionen. Im Rahmen des SAFE-Programms der Weltzollorganisation (WCO) haben bereits 161 Staaten bekräftigt, dass sie Sicherheits-Zertifizierungssysteme einführen werden. Wesentlicher Faktor für den Erfolg der Sicherheits-Zertifizierung und die sichere Lieferkette ist daher die gegenseitige Anerkennung der Sicherheitsstandards. Erste gemeinsame Abkommen liegen vor, die EU hat Abkommen mit der Schweiz und Norwegen abgeschlossen. Vor dem Abschluss steht das Abkommen mit Japan und das Abkommen mit den USA und China ist in der Endphase der erhandlungen. Weitere Verhandlungen werden von der EU geführt mit Andorra und San Marino. Mittel- und langfristig ist mit vielen bilateralen Abkommen zur gegenseitigen AEO-Anerkennung von der EU zu rechnen, zum Beispiel mit Neuseeland, Kanada, Jordanien und Singapur
Anerkennung und Arbeitslosigkeit
This paper aims to explore the case of unemployment from the perspective of recognition theory as it was conceived by Axel Honneth. In the first part I present a shortened form of recognition theory and afterwards, in the second part, its take on work and labor in modern societies. Finally, the third part elaborates how unemployment can be understood and evaluated from this viewpoint. I argue that unemployment itself is not a form of misrecognition and therefore not moral evil. But what has to be criticized are the negative effects of unemployment and the degrading treatment of unemployed people
Germany and Spain lead changes towards international insolvencies in Europe
With the Council regulation (EC) No. 1346/2000 of 29 May 2000 on insolvency proceedings, that came into effect May 31, 2002 the European Union has introduced a legal framework for dealing with cross-border insolvency proceedings. In order to achieve the aim of improving the efficiency and effectiveness of insolvency proceedings having cross-border effects within the European Community, the provisions on jurisdiction, recognition and applicable law in this area are contained in a Regulation, a Community law measure which is binding and directly applicable in Member States. The goals of the Regulation, with 47 articles, are to enable cross-border insolvency proceedings to operate efficiently and effectively, to provide for co-ordination of the measures to be taken with regard to the debtor’s assets and to avoid forum shopping. The Insolvency Regulation, therefore, provides rules for the international jurisdiction of a court in a Member State for the opening of insolvency proceedings, the (automatic) recognition of these proceedings in other Member States and the powers of the ‘liquidator’ in the other Member States. The Regulation also deals with important choice of law (or: private international law) provisions. The Regulation is directly applicable in the Member States3 for all insolvency proceedings opened after 31 May 2002
Strohmulch und Vorkeimen zur Minderung des Virusrisikos in ökologisch produzierten Pflanzkartoffeln
Das von Blattläusen übertragene Y-Virus der Kartoffel (PVY) stellt eines der Hauptprobleme bei der vegetativen Pflanzkartoffelvermehrung dar, da bei einem Anteil virusinfizierter Knollen über 8% die amtliche Anerkennung als Pflanzgut ausgeschlossen ist. Diesem Risiko steht bei Anerkennung jedoch ein hoher wirtschaftlicher Erlös gegenüber. Das für ökologische Produzenten ab 2004 geltende Verbot der Verwendung von konventionellem Pflanzgut läßt einen steigenden Bedarf an Ökopflanzgut erwarten. Schon jetzt bestehen jedoch v.a. nach blattlausreichen Jahren Engpässe in der Verfügbarkeit von zertifiziertem ökologisch erzeugten Pflanzmaterial. Ziel war daher die Evaluation und Optimierung verschiedener kulturtechnischer Verfahren zur Minderung des Virusrisikos im Ökologischen Pflanzkartoffelanbau
Anerkennung formaler Qualifikationen
Der vorliegende Text stellt die erweiterte Fassung eines Beitrages für die Fachtagung "G'lernt is g'lernt - Anerkennung ausländischer Qualifikationen und informeller Kompetenzen in Österreich" dar. Die Tagung fand am 25. Juni 2014 in der Zentrale des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF; www.integrationsfonds.at) statt und wurde von selbigem, der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich und dem sozialwissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsinstitut abif - Analyse, Beratung und interdisziplinäre Forschung veranstaltet. Dr. Heinz Kasparovsky ist Abteilungsleiter für Internationales Hochschulrecht im Bundesministerium fürWissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie Leiter des ENIC NARIC AUSTRIA (Informationszentrum für akademische Anerkennung; www.naric.at). Außerdem ist er Autor facheinschlägiger Publikationen im Bereich des Hochschulrechts und Lehrbeauftragter für Europäische Bildungssysteme an der Fachhochschule Burgenland
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