Die Dissertation untersucht Lebensmittelverpackungsabfälle als soziales Phänomen. Mithilfe von Praxistheorien richtet sie den Blick auf ernährungsbezogene Praktiken, in denen Verpackungen verwendet und vermieden werden - und damit auf das Zusammenspiel von Stabilität und Wandel. Artikel I zeigt, wie Einwegverpackungen in häusliche Praktiken verwoben sind und wie ihre materielle Flexibilität ihre Nutzung sichert. Artikel II analysiert am Beispiel des verpackungsfreien Einkaufs, wie neue Praktiken Personen rekrutieren, und führt das Konzept der Verbindungspunkte ein. Artikel III rekonstruiert das Aufkommen des Verpackens in der Mitte des 20. Jahrhunderts als Teil einer Konfiguration und zeigt, wie Praktiken es stabilisieren. Insgesamt wird deutlich, dass Verpackungsabfälle entstehen, weil Verpackungen für die Performanz und Konfiguration ernährungsbezogener Praktiken erforderlich sind - und dass ihre Vermeidung eine Transformation dieser erfordert
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