Diese Arbeit argumentiert, dass Unwahrhaftigkeit, nicht Wahrhaftigkeit, die zentrale Ursache des modernen Nihilismus darstellt. Ausgangspunkt ist ein Aphorismus aus Nietzsches Nachlass. Zunächst werden die Erscheinungsformen und Ursachen des Nihilismus untersucht, bevor die Kunst als mögliche Gegenstrategie thematisiert wird. Durch eine genealogische Analyse wird aufgezeigt, wie metaphysische Fiktionen, insbesondere das Christentum, einen fortschreitenden Sinnverlust verursachten und der Wille zur Wahrheit selbst zur Zerstörung bestehender Wertsysteme führte. Der "Tod Gottes" stellt hierbei den Moment dar, in dem traditionelle moralische Werte zusammenbrechen und der Mensch mit einem tiefen existenziellen Vakuum konfrontiert wird. Nietzsche kontrastiert diese Entwicklung mit der lebensbejahenden Haltung der griechischen Tragödie und plädiert für die Kunst als wahrhaftige Alternative zu religiösen und rationalistischen Idealen
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