<Articles>Hegels Konzepte der Kunst und Religion als „absoluter Geist" : Von der Differenzschrift zur Phänomenologie

Abstract

本論文は、日本哲学会編『Tetsugaku』vol.5(2021)に掲載された論文 Shunsuke KUDOMI, Hegels Kunstbegriff in den Jenaer Jahren: Zur Differenzierung von Kunst und Religionに修正を施し、日本語に改稿したものです。Der vorliegende Aufsatz befasst sich mit Hegels Begriff der Kunst und Religion in den Jenaer Jahren. Es wird dabei darauf abgezielt, die systematische Bedeutung der Kunst durch eine Differenzierung von Kunst und Religion zu erklären. Hierzu möchte ich betrachten, wie Hegel seine Kunstlehre und den Begriff der „Kunstreligion" in der Phänomenologie des Geistes (1807) entwickelt. Um das Konzept der (Religion der) Kunst zu erklären, rekonstruiere ich die Chronologie des hegelschen Denkens in seiner Jenaer Zeit. Auf der Ebene der Funktion unterscheiden sich die Bestimmungen der Kunst und der Religion voneinander in der Weise, wie sie als die ästhetische Anschauung des Absoluten konzipiert werden. Hegel definiert dabei auf der einen Seite die Kunst als „Kunst als Kunstwerk" und auf der anderen Seite Religion als „Kunst ohne Kunstwerk". Diese beiden Anschauungsweisen des Absoluten versteht Hegel wiederum als Formen der Kunst, die mit und zur Spekulation eine Polaritätsstruktur bilden. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kunst in Hegels späteren Jenaer Jahren nicht mehr die angemessene Form ist, um das Absolute in der modernen Gemeinschaft aufzufassen. Damit betont Hegel ihre Beschränkungen und den Vergangenheitscharakter der Kunst. Hingegen entwickelt Hegel den Begriff der Religion vor allem durch eine Auseinandersetzung mit Schleiermacher. Kunst und Religion werden also zwar jeweils in verschiedenen Schriften thematisiert, doch erst in der Phänomenologie des Geistes von Hegel in einen logischen und systematischen Zusammenhang gebracht. Entscheidend für den Übergang zur Religion ist, dass die Kunstreligion als Moment der Religion aufbewahrt wird. Hegel stellt dies durch den Begriff der „Erinnerung" heraus und erläutert den Übergang parallel anhand des tragischen Dramas. Diese Er-Innerung steht in einem Verhältnis zum Kunstwerk in der modernen Zeit. Obwohl Hegel Kunst von der Phänomenologie bis hin zur Enzyklopädie von 1817 als „Religion der Kunst" konzipiert, zeigt er doch auch die Möglichkeit auf, Kunst als solche nicht abhängig von der Religion zu thematisieren. Um seine Konzeptionen der „Kunst" und der „Religion" besser zu verstehen, ist es nötig, sie nicht nur aus Sicht des Systems zu betrachten, sondern zusätzlich auch durch weitere Perspektiven in seinen Darstellungen zu ergänzen

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Last time updated on 11/06/2025

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