Das Problem des Fremdpsychischen in der Psychiatrie

Abstract

In den Theorien zur Theory of Mind wird oft angenommen, dass es keinen direkten Zugang zu den mentalen Zuständen anderer gibt, insbesondere bei Menschen mit Schizophrenie oder Depression. Diese Studie untersucht, wie emotionale Zustände anderer erkannt werden, wobei der Einfluss räumlicher Kontextfaktoren im Fokus steht. Eine bildbasierte Testung mit 9 emotional mehrdeutigen Gesichtern in 7 Kontexten wurde an 19 depressiven, 20 schizophrenen und 20 gesunden Probanden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Erkennen durch Kontextfaktoren beeinflusst wird. Depressive Probanden waren etwas stärker von angstauslösenden, Personen mit Schizophrenie etwas stärker von wutauslösenden Kontexten betroffen. Es gab signifikante Zusammenhänge zwischen Symptomschwere und Kontextnutzung bei Depression. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Erkennen emotionaler Zustände ein evolutionär verankerter Mechanismus ist, der durch gemeinsame Erfahrungen im sozialen Kontext unterstützt wird

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Last time updated on 22/02/2025

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