In der Literatur zur Kulturkampfzeit begegnet dem Leser gelegentlich - als ferneReminiszenz - der Begriff „Kaplanspresse". Die von Zeitgenossen offenbar inabschätzigem Sinne verwendete Bezeichnung spielt auf die Tatsache an, daß nichtwenige katholische Zeitschriften und Zeitungen Deutschlands, die gerade währendund wegen des Kulturkampfes an Zahl erheblich zunahmen, von Geistlichen geleitetoder doch mitgestaltet, vielfach auch gegründet wurden. Besonders die kleinerenBlätter unter den Neugründungen seien, so schreibt verallgemeinernd Kisky in der50·-Jahr-Festschrift des Augustinus-Vereins1, „fast durchweg von Geistlichen redigiert"worden. (...)
Is data on this page outdated, violates copyrights or anything else? Report the problem now and we will take corresponding actions after reviewing your request.