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Fallstudie zur Entwicklung der Landwirtschaft in einem benachteiligten Gebiet ohne Ausgleichszulage am Beispiel zweier Landkreise im Westharz (Niedersachsen)

By Marion Pitsch and Samy Gasmi

Abstract

Die Fallstudie 'Westharz' bildet die letzte einer Reihe von fünf Studien, die im Rahmen der Evaluierung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete entstanden sind. Ziel der Fallstudien war es, die Wirkung der Ausgleichszulage auf verschiedene Bereiche der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes in einem für die Gesamtuntersuchung als 'typisch' charakterisierten benachteiligten Gebiet vertieft zu untersuchen. Die ausgewählte Region 'Westharz' steht dabei stellvertretend für eine Mittelgebirgsregion mit der Besonderheit, dass das Land Niedersachsen von 1996 bis 2009 die Ausgleichszulagenzahlung ausgesetzt hat. Entsprechend lag ein Fokus der Studie auf der Entwicklung der Landwirtschaft nach dem Wegfall der Ausgleichszulage. Dazu wurden vorhandene Statistiken, relevante Literatur und die Daten des BMELV-Testbetriebsnetzes ausgewertet sowie Befragungen mit Landwirten und Experten durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Untersuchungsregion sehr inhomogen ist. Während die Landbewirtschaftung im Harz-Kerngebiet aufgrund klimatischer und struktureller Erschwernisse vor einer unklaren Zukunft steht und das Abdecken von 'Nischen' für die dortigen Landwirte zunehmend wichtig wird, weist das westliche Harzvorland zwar klare natürliche Benachteiligungen auf, die Landbewirtschaftung an sich erscheint dagegen kaum gefährdet. -- The case study 'Westharz' (Western Harz Mountains) is the last of a series of five studies, conducted in relation to the evaluation of the compensatory allowance in less favoured areas. The aim of the case studies was to further analyse the impact of the compensatory allowance on different fields of agriculture and rural development in 'typical' less favoured areas. The region 'Westharz' represents a low mountain region in which no compensatory allowances were paid from 1996 to 2009. The focus of the study was therefore to analyse the develop-ment of agriculture after the compensatory allowances were no longer paid. Available statistics, relevant literature and data obtained from the Farm Accountancy Data Network (FADN) were analysed, and interviews held with farmers and experts. It became obvious that the region in focus is very inhomogeneous. As agriculture in the upper Harz is difficult with an uncertain future due to climatic and structural complications, the coverage of niches becomes increasingly essential. In contrast, the lower Harz mountains show clear signs of natural disadvantages, but agriculture by no means appears to be in danger.Benachteiligte Gebiete,Ausgleichszulage,Fallstudie,Gemeinsame Agrarpolitik,2. Säule,Less Favoured Areas,Compensatory Allowance,Case study,Common Agricultural Policy,Pillar II

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