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Interregionale Ausgleichspolitik in Deutschland: Untersuchungen zu den Effekten ausgew\ue4hlter Systeme zur Herstellung von "gleichwertigen Lebensverh\ue4ltnissen"

By Martin T. W. Rosenfeld, Bj\uf6rn Alecke, Peter Franz, Gerhard Heimpold, Heiderose Kilper, Kirsten Kunkel, Gerhard Untiedt and Sabine Zillmer

Abstract

Das Postulat, 'gleichwertige Lebensverh\ue4ltnisse' in allen Teilr\ue4umen der Bundesrepublik Deutschland herzustellen, wurde in den letzten Jahren in der \uf6ffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion zunehmend zur Disposition gestellt. Die Kritiker des Status quo reklamieren sowohl eine geringe Effektivit\ue4t der interregionalen Ausgleichspolitik f\ufcr die Empf\ue4ngerregionen als auch die Erwartung negativer Effekte f\ufcr die wirtschaftliche Entwicklung in den Geberregionen und in der deutschen Volkswirtschaft insgesamt. Gleichwohl hat sich am Umfang und am traditionellen Instrumentarium der interregionalen Ausgleichspolitik, die dem genannten Postulat dienen soll, bislang kaum etwas ver\ue4ndert. Der Bund als staatlicher Oberverband sowie die wirtschafts- und finanzstarken Bundesl\ue4nder werden immer noch in erheblichem Umfang in die Pflicht genommen, Unterst\ufctzung f\ufcr die weniger prosperierenden L\ue4nder und Regionen zu leisten. Vor diesem Hintergrund stellt sich zun\ue4chst die Aufgabe, die grunds\ue4tzlichen Fragen nach einer wissenschaftlich fundierten Rechtfertigung der interregionalen Ausgleichspolitik sowie nach den Ursachen interregionaler Disparit\ue4ten gem\ue4\udf dem gegenw\ue4rtigen Stand der Forschung zu beantworten. Nur bei Kenntnis der relevanten Kausalzusammenh\ue4nge scheint es m\uf6glich, zielgerichtete Ma\udfnahmen zum Abbau der Disparit\ue4ten (soweit dies als erforderlich angesehen wird) zu ergreifen bzw. die Zweckm\ue4\udfigkeit gegebener Ma\udfnahmenb\ufcndel zu beurteilen. Weiterhin ist es zur Beurteilung der heutigen interregionalen Ausgleichspolitik wichtig, Transparenz \ufcber die Geber- und Nehmerregionen und die von ihnen jeweils gezahlten bzw. erhaltenen Transfers herzustellen. In diesem Zusammenhang ist es nicht nur von Bedeutung, die betreffen-den Regionen namentlich zu identifizieren, sondern sie dar\ufcber hinaus auch nach ihrem Beitrag zum volkswirtschaftlichen Wachstum bzw. nach ihrer Wachstumsdynamik zu klassifizieren: Sind es die Geber- oder aber die Nehmerregionen, die f\ufcr die Gesamtentwicklung von besonde-rer Bedeutung sind? Hierauf aufbauend stellt sich sodann schlie\udflich die Frage nach den empi-risch messbaren (positiven? negativen?) Effekten der interregionalen Ausgleichspolitik (ein-schlie\udflich der konkret realisierten Ma\udfnahmen) f\ufcr die Geber- wie f\ufcr die Nehmerregionen. Die vorliegende Studie - ein Gemeinschaftsprodukt des IWH und der Gesellschaft f\ufcr Finanz- und Regionalanalysen (GEFRA), M\ufcnster, sowie des Leibniz-Instituts f\ufcr Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), Erkner bei Berlin - greift die soeben aufgef\ufchrten Fragen und Themenstellungen mit dem Ziel auf, einen Beitrag zur zuk\ufcnftigen Gestaltung der interregionalen Ausgleichspolitik und damit auch zur Fortf\ufchrung der F\uf6deralismusreform in Deutschland zu leisten

Topics: ddc:330
Publisher: Halle (Saale): Leibniz-Institut f\ufcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Year: 2007
OAI identifier: oai:econstor.eu:10419/140911
Provided by: EconStor

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