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Evaluierung einer Ernährungsintervention im Setting Kindergarten unter besonderer Berücksichtigung sozioökonomischer Einflussfaktoren

By Parisa Bayaty

Abstract

Laut österreichischem Ernährungsbericht 2003 verzehren 3- bis 6-jährige Kinder zu wenig Obst, Gemüse und Milch/-produkte [ELMADFA et al., 2003]. Da diese Lebensmittelgruppen im Rahmen einer gesundheitsfördernden Kost sehr wichtig sind, war es Ziel der Studie deren Konsum zu steigern. Sozial benachteiligte Be-völkerungsgruppen weisen häufiger gesundheitsabträgliche Lebensstilfaktoren auf verglichen mit bildungsnahen Gruppen, weshalb diese in Gesundheitsförderungsprojekten entsprechend Berücksichtigung finden sollten. \ud Das Setting Kindergarten ermöglicht es, Familien unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund zu erreichen. Das Gesundheitsförderungsprojekt MOGI – Milch, Obst, Gemüse, Interventionsstudie – hat von Jänner 2011 bis April 2012 in Wiener Kinderbetreuungseinrichtungen stattgefunden. Anhand von drei praktisch orientierten Modulen wurden innerhalb von zwölf Wochen Ernährungsinformationen zu den Themenbereichen Sinne und gesunde Jause, Obst und Gemüse sowie Milch/-produkte gegeben. Abhängig von den sozialen Gruppierungen wurden unterschiedliche Erfolge erzielt. \ud Das Ernährungswissen konnte sowohl bei sozial schwachen als auch bei sozial nicht benachteiligen Eltern erhöht werden. Somit konnte gezeigt werden, dass eine Ernährungsintervention unabhängig vom sozialen Status der Familien, einen positiven Erfolg auf das Ernährungswissen hat. \ud Die Auswertung des 24-h-Recalls zeigte bei den teilnehmenden Kindern unabhängig vom sozialen Hintergrund keinen signifikanten Unterschied im Verzehrsverhalten von Obst, Gemüse und Milch/-produkten. Durch die Intervention konnte der Konsum nicht gesteigert werden. Vermutlich ist es am Wochenende schwieriger das Ernährungsverhalten zu ändern, da das gemeinsame Essen mit der Familie oftmals traditionsbedingt „ungesunde“ Lebensmittelgruppen beinhaltet. \ud Hinsichtlich des längerfristigen Ernährungsverhaltens der Kinder hat es nur in der Kontrollgruppe 3 - keine Ernährungsinformation und sozial nicht benachteiligt - eine signifikante Steigerung des Konsums von Obst, Gemüse und Milch/-produkten gegeben. Dieser Erfolg liegt vermutlich daran, dass der EHEC-Skandal während des Interventionszeitraumes die Eltern aus der Kontrollgruppe 3, welche die am stärksten gebildetste Gruppe darstellt, nicht verunsichern konnte und sie daher weiterhin Obst, Gemüse und Milch/-produkte konsumiert haben. \ud Ein Interventionszeitraum von zwölf Wochen ist ausreichend, um das Ernährungswissen zu steigern, jedoch zu kurz um eine nachhaltige Änderung des Ernährungsverhaltens zu bewirken. \ud Übergewichtige Kinder sind nicht überrepräsentiert in der Gruppe der sozial be-nachteiligten Familien, jedoch sind adipöse Kinder öfter in sozial benachteiligten Familien vertreten. Durch die Ernährungsintervention konnten keine Veränderungen das Körpergewicht der Kinder betreffend beobachtet werden.The Austrian nutrition report 2003 shows that 3- to 6-year old children ate less fruits, vegetables and dairy products [ELMADFA et al., 2003]. Because of the im-pact of these food groups within the scope of a healthy nutrition the aim of the study was to increase consumption of these foodstuffs. Social disadvantaged people are especially vulnerable. Therefore, health promotion projects have to consider these population groups especially.\ud \ud The setting kindergarten is the best way to reach families from all social classes. The public health project MOGI – Milch (milk), Obst (fruit), Gemüse (vegetable), Interventionsstudie (intervention study) - took place from January 2011 until April 2012 in Viennese childcare facilities. \ud Based on three practical oriented units in kindergarten, nutrition information to the topics senses and healthy snacks, fruits and vegetables, as well as dairy products were given. Depending on the social class, different outcomes were achieved. \ud The nutrition knowledge could be increased in both social advantaged and social disadvantaged families. The results show that an intervention with nutritional information for children and parents, independent from their social class, could increase their nutritional knowledge. \ud The results from the 24-h-recalls of the participating children, independent of their social background, indicate non-significant differences in the eating habits of fruits, vegetables and dairy products. The intervention could not achieve a higher consumption of these foods. Presumably it is more difficult to change the nutrition behavior on weekend, because eating together with the family traditionally tend to consume „unhealthy” products. \ud Regarding to the long-term eating habits of children there was only in control group 3 a significant change in the nutrition behavior of fruits, vegetables and dairy product consumption. This group is social advantaged, got no nutritional information and had by the way the most educated parents. During the intervention time there was the EHEC-affair (EHEC = entero-haemorrhagic Escherichia coli), which irritate all groups consuming fruits and vegetables; except control group 3, they continued the consumption of fruits and vegetables. \ud The intervention time of twelve weeks is enough to increase the nutritional knowledge, but it is too short to reach sustainable changes in the nutrition behavior of participating children. \ud Mostly all children from both social groups had a normal weight. Overweight chil-dren are not overrepresented in the group of the social disadvantaged but obese children are more often in social disadvantaged families. The intervention had no effects on the body weight

Topics: 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten, Kindergarten / Kinderernährung / sozioökonomischer Status, kindergarten / nutrition of children / socioeconomic status
Year: 2012
OAI identifier: oai:othes.univie.ac.at:22765
Provided by: OTHES

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