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The change of the structure of the personal income distribution in the Federal Republic of Germany

By Uwe Fachinger and Jürgen Faik

Abstract

Gegenstand der Untersuchung ist die Veränderung der Struktur der personellen Einkom-mensverteilung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Grundlage der Analyse sind die vom Statistischen Bundesamt erhobenen Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) der Jahre 1962/63, 1969, 1973, 1978 sowie 1983. Um zwischen Alters-, Perioden- und Ko-horteneffekten differenzieren zu können, wurden die Daten der einzelnen Querschnittser-hebungen verkettet und mit Hilfe der so gebildeten Zeitreihen, sogenannten „Repeated Cross-Section“-Daten (RCS-Daten), die Entwicklung und Strukturveränderungen der Ein-kommen geburtskohortenspezifisch untersucht. Es zeigt sich, daß die Struktur der Einkommen während der jeweiligen Zeit der Erwerbstätigkeit, d. h. bis zum 60. Lebensjahr, relativ beständig bleibt. Erst der Übergang in die Nacherwerbsphase führt zu einem Bedeutungswandel: die „Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen“ werden zu einer relevanten Einkunftsart. Verursacht wird dies vor allem durch Leistungen aus staatlichen Alterssicherungssystemen. Eine analoge Zunahme der Bedeutung von „Einkünften aus Vermögen“ im Alter, wie sie z. T. in der ökonomischen Theorie sowie von Sozialpolitikern unterstellt wird, kann nicht bestätigt werden. Zusätzlich zu den, getrennt für die Ein- und Zweipersonenhaushalte durchgeführten Analysen wurde ein Vergleich der Wohlstandspositionen zwischen diesen beiden Haushaltsgrößen mittels Äquivalenzeinkommenswerten vorgenommen. Als grundlegendes Resultat ergibt sich, daß die Zweipersonenhaushalte im Hinblick auf die „ausgabefähigen Einkommen und Einnahmen“ grundsätzlich eine höhere Position als die Einpersonenhaushalte innehaben. Darüber hinaus wurden ansatzweise die mit einer Haushaltsänderung einhergehenden Einkommensveränderungen untersucht. Hierbei zeigt sich, daß der Übergang von einem „Zweipersonen-Durchschnittshaushalt“ mit einer männlichen Bezugsperson zu einem „Einpersonen-Durchschnittshaushalt“ mit einer verwitweten Frau als Bezugsperson zu einer erheblichen Verringerung der Wohlstandsposition der verwitweten Frau führt.The subject of the analysis is the changing structure of the personal income distribution in the Federal Republic of Germany. In this context the authors use as database the Income and Consumption Surveys (ICS) of the German Federal Statistics Office 1962/63, 1969, 1973, 1978 and 1983. To distinguish between age, period and cohort effects the repeated cross-section data was concatenated for cohorts each covering five years of birth (1914 to 1918, 1919 to 1923 and 1924 to 1928). The analysis shows, that the structure of household income is relatively stable over time in the context of occupational activity up to the 60th year of households head life. After that, the official transfers turn to be of growing importance for the households. This is mainly caused by the statutory old-age pensions. An analogous growing of income from assets, which is partly assumed in the micro-economic theory and by some social politicians, cannot be identified. Additionally we compare the welfare position of one-person households with the position of two-person households. To do this, so-called equivalence incomes are estimated. It can be shown that the welfare position of the larger households with regard to the "available incomes and receipts" is higher. Further the change of incomes, which is caused by a change of the household structure, is analysed. In a modelled proceeding it can be shown, that the welfare position of widows decreases considerably, after the death of the male head of a two person household

Topics: Deutschland, Einkommensverteilung, Lebenseinkommen, Geschichte 1962-1983, ddc:300
Year: 2010
OAI identifier: oai:publikationen.ub.uni-frankfurt.de:20546

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