Die psychologische Betrachtung des religiösen Erlebnisses führt zur Frage nach dem Wesen des Gottesglaubens. Hier wird zunächst der Gottesgedanke in seinem Werden bei Kindern und Jugendlichen verfolgt. So wird die eigentliche Problematik freigelegt und der positive Sinn des »religiösen Zweifels« für die Grundlegung selbständig-persönlicher Religiosität dargetan. Die genaue Zergliederung des Gottesglaubens als seelischer Gegebenheit lässt erkennen, dass bei aller Emotionalität immer doch ein gedankliches Moment ausschlaggebend und richtungweisend ist. Abwegig sind die Versuche, die im Gottesglauben nichts anderes als neurotische Symptome erblicken wollen. Wahr ist, dass der Mensch erst im Gottesglauben sein ständiges und endgültiges seelisches Gleichgewicht findet. Der Gottesglaube darf nicht zu einem therapeutischen Mittel herabgewürdigt werden. Er ist die Erfüllung dessen, auf was hin die menschliche Natur in ihrer geistigen Geschöpflichkeit zuinnerst angelegt ist
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