PubliDo (Fachhochschule Dortmund)
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    Was ist ein "Direktversicherer"?

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    Verschiedene Versicherungsunternehmen tragen Namenszusätze wie "Direkt", "Direct" oder "24", oder sie bezeichnen sich beispielsweise auf ihrer Homepage als "Direktversicherer". Das wirft die Frage auf, was einen Direktversicherer als solchen qualifiziert

    Die „Summer Street“ 2025 in der südlichen Innenstadt von Dortmund: Evaluationsbericht der Fachhochschule Dortmund

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    1. Hintergrund und Ziele Bei der „Summer Street“ handelt es sich um ein Verkehrsexperiment, bei dem innerstädtischer Straßenraum temporär von einer Verkehrs- und Parkfläche in einen nachbarschaftlichen Aufenthalts- und Begegnungsort umgewandelt wird. Erstmals in Dortmund umgesetzt, verfolgte das Format im Sommer 2025 folgende Kernziele: • Steigerung der Aufenthaltsqualität im verdichteten, innerstädtischen Raum; • Förderung nachbarschaftlicher Begegnung und zivilgesellschaftlichen Engagements; • Positive Erfahrungen mit einer autoarmen Straßengestaltung im Sinne der Mobilitätswende; • Stärkung der Quartiersidentität der Bewohner:innen; • Schaffung eines konsumfreien öffentlichen Raums; • Vernetzung unterschiedlicher Akteure im Stadtteil. Konkret wurde auf einem rund 30 Meter langen Teilabschnitt der Saarlandstraße (Stadtbezirk Innenstadt-Ost) vorübergehend Schritttempo eingeführt und alle elf im Abschnitt befindlichen Parkplätze entfernt. Zudem wurden temporäre Sitzgelegenheiten, die sog. „Stadtterrassen“, und ein Toilettenwagen aufgestellt. Die räumliche Intervention wurde von einem partizipativ organisierten Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Standortauswahl erfolgte in einem mehrstufigen, transparenten Beteiligungsverfahren aus drei zuvor nominierten Straßenabschnitten. Neben dem Teilabschnitt der Saarlandstraße wurden Teilabschnitte der Rheinischen Straße sowie der Münsterstraße als Standorte vorqualifiziert. Nach einer Vorabbefragung, der Beteiligung der zuständigen Bezirksvertretungen und Infoständen in den betroffenen Nachbarschaften fiel die Entscheidung auf den Teilabschnitt der Saarlandstraße. 2. Methodik der Evaluation Die wissenschaftliche Begleitung durch die Fachhochschule Dortmund (FB Angewandte Sozialwissenschaften) basierte auf einem Mixed-Methods-Ansatz mit Erhebungen in drei Projektphasen (vor, während und nach der „Summer Street“). • Online-Befragungen & Feedbackbögen: Bewohner:innen und Gewerbetreibende in der direkten Nachbarschaft (Vorabbefragung N = 117 an der Saarlandstraße; Nachbefragung N = 61) • Standardisierte Verhaltensbeobachtungen an der Saarlandstraße sowie an zwei Vergleichsstraßen (Münsterstraße, Rheinische Straße) zu festgelegten Zeitintervallen • Leitfadeninterviews mit vier Stakeholdern aus Einzelhandel, Gastronomie, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft Auf Basis einer kombinierten Auswertung der quantitativen und qualitativen Daten im Sinne eines Mixed-Method Ansatzes wurde überprüft, inwiefern die gesteckten Ziele des Formates erreicht werden konnten. 3. Zentrale Ergebnisse Breite Zustimmung zu autoarmer Stadtgestaltung Bereits vor der Durchführung der „Summer Street“ sprach sich die große Mehrheit der Befragten aller drei Nachbarschaften für mehr Fuß- und Aufenthaltsflächen sowie gegen eine Ausweitung von Parkplätzen aus. Diese Einstellung blieb auch nach Abschluss der Maßnahme stabil. Eine messbare Veränderung dieser Einstellungen ist aufgrund der bereits sehr hohen Zustimmungswerte zum Zeitpunkt der Vorabbefragung statistisch schwer feststellbar (sog. „Deckeneffekte“). Funktionale Veränderung des Straßenraums Die Beobachtungsdaten legen eine funktionale Umwidmung des Straßenraums nahe: Während der „Summer Street“ nahm der motorisierte Verkehr im umgestalteten Abschnitt der Saarlandstraße messbar ab und der Aufenthalt im Straßenbereich stieg deutlich an – ein Effekt, der sich in den Vergleichsstraßen nicht zeigte. Nach Ende der Maßnahme war ein starker Anstieg des Autoverkehrs sowie eine deutliche Verringerung des Aufenthalts beobachtbar. Positive Gesamtbewertung durch Besucher:innen Das Format wurde nach Abschluss überwiegend positiv bewertet (N = 63–71 je Item). Rund 73 % der Befragten schätzten den Effekt auf die Aufenthaltsqualität als positiv ein, rund 67 % bewerteten die Wirkung auf die Nachbarschaft positiv. Eine klare Mehrheit sprach sich für eine regelmäßige Fortsetzung des Formats in Dortmund aus. Verbesserungspotenziale in Gestaltung, Kommunikation und Partizipation Die qualitative Analyse offenbarte kritische Punkte: Teilnehmende bemängelten die geringe Größe des Straßenabschnitts, die fortbestehende Fahrzeugdurchfahrt sowie fehlenden Schatten und Begrünung. Zudem fühlten sich Anwohnende teilweise unzureichend und zu spät informiert. Mitwirkende Akteure äußerten dabei Verbesserungsbedarf bei der organisatorischen Einbindung im Rahmen der „Summer Street“.   4. Handlungsempfehlungen Auf Basis der Evaluationsergebnisse empfiehlt die Fachhochschule Dortmund für zukünftige Durchführungen: Konzeptionelle Schärfung & kommunikatives Framing Prüfung einer vollständigen Autofreiheit im Straßenabschnitt, um dem Format mehr Wirkungskraft und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Klimaanpassung und Hitzeschutz als zusätzliche Kommunikationsschwerpunkte, um das Format über die Mobilitätsdebatte hinaus zu positionieren. Frühzeitigere Partizipation & Optimierung der Veranstaltungsplanung Langfristigerer Beteiligungsprozess mit stärkerer Einbindung lokaler Akteure in Programmgestaltung und Kommunikation. Beteiligung und Ausweitung der Zielgruppe über Social Media. Grünere und detailreichere Gestaltung Mehr Bepflanzung, Verschattungsmöglichkeiten sowie künstlerisch-kreative Elemente zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. 5. Fazit Die „Summer Street“ 2025 hat als erstes Dortmunder Verkehrsexperiment dieser Art wesentliche Projektziele erreicht: Der Straßenraum wurde funktional umgestaltet, das Format stieß auf breite Akzeptanz und eine klare Mehrheit der Befragten befürwortet die Fortsetzung der „Summer Street“. Gleichzeitig zeigt die Evaluation konkreten Optimierungsbedarf in Umfang, Gestaltung, Kommunikation und Partizipation. Generell bietet das Format Potenzial zur Unterstützung einer lebendigen und klimaangepassten Stadtentwicklung. Dabei sollten bei einer erneuten Durchführung der „Summer Street“ die aus der Evaluation abgeleiteten Empfehlungen bei der Planung zukünftiger Formate berücksichtigt werden

    European plurilingualism. On the 'convergence herméneutique' of different styles of Europeanization. A neo-phenomenological approach

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    Im Unterschied zur funktionalen Mehrsprachigkeit geht es um die affektive Mehrsprachigkeit in Europa. Diese ist durch einen sprachlich-kulturellen Neo-Kolonialismus seitens des 'English only' und des dahinter stehenden Machtdenkens bedroht. Das Konzept des 'intercultural speakers' ist dabei ein verbreitetes Instrument. Der neu zu entdeckende europäische Zivilisationstyp, der in die europäischen Ausbausprachen eingegangen ist, enthält implizite Normen, die im Rahmen des MONTAIGNE-Programms von europäischen Studierenden während eines Studiensemesters ohne die üblichen Leistungsverpflichtungen erfahren werden können. Dieser Vorgang, Europäer, bzw. Europäerin beim Einwachsen in eine unbekannte europäische Sprache und Kultur zu werden, kommt einer sekundären Epigenese gleich

    Altersvorsorgereformgesetz: Zeitrente versus Leibrente

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    Studi

    Die „Summer Street“ 2025 in der südlichen Innenstadt von Dortmund: Evaluationsbericht der Fachhochschule Dortmund

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    1. Hintergrund und Ziele Bei der „Summer Street“ handelt es sich um ein Verkehrsexperiment, bei dem innerstädtischer Straßenraum temporär von einer Verkehrs- und Parkfläche in einen nachbarschaftlichen Aufenthalts- und Begegnungsort umgewandelt wird. Erstmals in Dortmund umgesetzt, verfolgte das Format im Sommer 2025 folgende Kernziele: • Steigerung der Aufenthaltsqualität im verdichteten, innerstädtischen Raum; • Förderung nachbarschaftlicher Begegnung und zivilgesellschaftlichen Engagements; • Positive Erfahrungen mit einer autoarmen Straßengestaltung im Sinne der Mobilitätswende; • Stärkung der Quartiersidentität der Bewohner:innen; • Schaffung eines konsumfreien öffentlichen Raums; • Vernetzung unterschiedlicher Akteure im Stadtteil. Konkret wurde auf einem rund 30 Meter langen Teilabschnitt der Saarlandstraße (Stadtbezirk Innenstadt-Ost) vorübergehend Schritttempo eingeführt und alle elf im Abschnitt befindlichen Parkplätze entfernt. Zudem wurden temporäre Sitzgelegenheiten, die sog. „Stadtterrassen“, und ein Toilettenwagen aufgestellt. Die räumliche Intervention wurde von einem partizipativ organisierten Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Standortauswahl erfolgte in einem mehrstufigen, transparenten Beteiligungsverfahren aus drei zuvor nominierten Straßenabschnitten. Neben dem Teilabschnitt der Saarlandstraße wurden Teilabschnitte der Rheinischen Straße sowie der Münsterstraße als Standorte vorqualifiziert. Nach einer Vorabbefragung, der Beteiligung der zuständigen Bezirksvertretungen und Infoständen in den betroffenen Nachbarschaften fiel die Entscheidung auf den Teilabschnitt der Saarlandstraße. 2. Methodik der Evaluation Die wissenschaftliche Begleitung durch die Fachhochschule Dortmund (FB Angewandte Sozialwissenschaften) basierte auf einem Mixed-Methods-Ansatz mit Erhebungen in drei Projektphasen (vor, während und nach der „Summer Street“). • Online-Befragungen & Feedbackbögen: Bewohner:innen und Gewerbetreibende in der direkten Nachbarschaft (Vorabbefragung N = 117 an der Saarlandstraße; Nachbefragung N = 61) • Standardisierte Verhaltensbeobachtungen an der Saarlandstraße sowie an zwei Vergleichsstraßen (Münsterstraße, Rheinische Straße) zu festgelegten Zeitintervallen • Leitfadeninterviews mit vier Stakeholdern aus Einzelhandel, Gastronomie, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft Auf Basis einer kombinierten Auswertung der quantitativen und qualitativen Daten im Sinne eines Mixed-Method Ansatzes wurde überprüft, inwiefern die gesteckten Ziele des Formates erreicht werden konnten. 3. Zentrale Ergebnisse Breite Zustimmung zu autoarmer Stadtgestaltung Bereits vor der Durchführung der „Summer Street“ sprach sich die große Mehrheit der Befragten aller drei Nachbarschaften für mehr Fuß- und Aufenthaltsflächen sowie gegen eine Ausweitung von Parkplätzen aus. Diese Einstellung blieb auch nach Abschluss der Maßnahme stabil. Eine messbare Veränderung dieser Einstellungen ist aufgrund der bereits sehr hohen Zustimmungswerte zum Zeitpunkt der Vorabbefragung statistisch schwer feststellbar (sog. „Deckeneffekte“). Funktionale Veränderung des Straßenraums Die Beobachtungsdaten legen eine funktionale Umwidmung des Straßenraums nahe: Während der „Summer Street“ nahm der motorisierte Verkehr im umgestalteten Abschnitt der Saarlandstraße messbar ab und der Aufenthalt im Straßenbereich stieg deutlich an – ein Effekt, der sich in den Vergleichsstraßen nicht zeigte. Nach Ende der Maßnahme war ein starker Anstieg des Autoverkehrs sowie eine deutliche Verringerung des Aufenthalts beobachtbar. Positive Gesamtbewertung durch Besucher:innen Das Format wurde nach Abschluss überwiegend positiv bewertet (N = 63–71 je Item). Rund 73 % der Befragten schätzten den Effekt auf die Aufenthaltsqualität als positiv ein, rund 67 % bewerteten die Wirkung auf die Nachbarschaft positiv. Eine klare Mehrheit sprach sich für eine regelmäßige Fortsetzung des Formats in Dortmund aus. Verbesserungspotenziale in Gestaltung, Kommunikation und Partizipation Die qualitative Analyse offenbarte kritische Punkte: Teilnehmende bemängelten die geringe Größe des Straßenabschnitts, die fortbestehende Fahrzeugdurchfahrt sowie fehlenden Schatten und Begrünung. Zudem fühlten sich Anwohnende teilweise unzureichend und zu spät informiert. Mitwirkende Akteure äußerten dabei Verbesserungsbedarf bei der organisatorischen Einbindung im Rahmen der „Summer Street“.   4. Handlungsempfehlungen Auf Basis der Evaluationsergebnisse empfiehlt die Fachhochschule Dortmund für zukünftige Durchführungen: Konzeptionelle Schärfung & kommunikatives Framing Prüfung einer vollständigen Autofreiheit im Straßenabschnitt, um dem Format mehr Wirkungskraft und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Klimaanpassung und Hitzeschutz als zusätzliche Kommunikationsschwerpunkte, um das Format über die Mobilitätsdebatte hinaus zu positionieren. Frühzeitigere Partizipation & Optimierung der Veranstaltungsplanung Langfristigerer Beteiligungsprozess mit stärkerer Einbindung lokaler Akteure in Programmgestaltung und Kommunikation. Beteiligung und Ausweitung der Zielgruppe über Social Media. Grünere und detailreichere Gestaltung Mehr Bepflanzung, Verschattungsmöglichkeiten sowie künstlerisch-kreative Elemente zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. 5. Fazit Die „Summer Street“ 2025 hat als erstes Dortmunder Verkehrsexperiment dieser Art wesentliche Projektziele erreicht: Der Straßenraum wurde funktional umgestaltet, das Format stieß auf breite Akzeptanz und eine klare Mehrheit der Befragten befürwortet die Fortsetzung der „Summer Street“. Gleichzeitig zeigt die Evaluation konkreten Optimierungsbedarf in Umfang, Gestaltung, Kommunikation und Partizipation. Generell bietet das Format Potenzial zur Unterstützung einer lebendigen und klimaangepassten Stadtentwicklung. Dabei sollten bei einer erneuten Durchführung der „Summer Street“ die aus der Evaluation abgeleiteten Empfehlungen bei der Planung zukünftiger Formate berücksichtigt werden

    Zusatzmaterialien zu "Informatik & Gesellschaft : sozio-technische Systeme für digitale Transformation" (2. Auflage)

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    Aufgaben, Literaturverzeichnisse und Zusatzdokumente zum Buch "Informatik & Gesellschaft : sozio-technische Systeme für digitale Transformation" (2. Auflage) von Andrea Kienle und Gabriele Kunau 23 Dateie

    Honorarberatung überzeugt nicht

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    Die Europäische Union will Kleinanlegern Mut machen, ihr Geld rentierlicher anzulegen. Dafür sollen sie unter anderem vor Interessenkonflikten durch Provisionen bewahrt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Kunden das oft gar nicht wollen

    Europäische Mehrsprachigkeit. Über die 'convergence herméneutique' unterschiedlicher Europäisierungsstile. Eine neuphänomenologische Annäherung

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    Im Unterschied zur funktionalen Mehrsprachigkeit als Gegenstand von Linguistik und Soziologie bezieht sich die Mehrsprachigkeit, wie sie hier behandelt wird, auf subjektive Erfahrungen mit leiblich- atmosphärisch affizierenden europäischen Sprachen. Diese Differenzierung ist ein Ergebnis der phänomenologischen Neubesinnung auf Europa, durch die die Argumente für die generelle Einfüh-rung des globalen Englisch und das einseitig quantifizierende Denken widerlegt werden können. Mit dem neuen Konzept der affektiven Mehrsprachigkeit wird die Politik der EU-Eliten entkräftet, die um des Machterhalts willen bereit sind, die ausgebauten europäischen Sprachen und die sie einbettenden Europäisierungsstile zu opfern. Dank der Erkenntnisse der Neuen Phänomenologie ergibt sich eine Verständigung mit dem kritischen Plurilinguismus des globalen Südens. Gegen den ideologischen intercultural speaker wird die Konzeption des intereuropäischen Sprechers, bzw. der intereuropäi-schen Sprecherin formuliert: Damit wird der überzogene globale Anspruch aufgegeben zugunsten atmosphärisch zu erschließender normativer Implikationen des europäischen Zivilisationstyps. Ab-schließend wird skizziert, wie im Rahmen des MONTAIGNE-Programms das leiblich-atmosphärische Einwachsen in eine unbekannte europäische Sprache und das Sich-einleben in den jeweiligen Europäisierungsstil einen Weg der sekundären Epigenese als Europäerin, bzw. als Europä-er vorzeichnet. Die Verstrickung in die unbeliebige Erfahrung: Das gehört zu mir! erweist sich als Fall eines „unspaltbaren Verhältnisses“ (Hermann Schmitz) zwischen Sprache und Sprecher-/in

    Rektoratsbericht 2024

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    Der Rektoratsbericht gibt einen Einblick in die Aktivitäten, Entwicklungen und Kennzahlen der Fachhochschule Dortmund im Jahr 2024. Die Beiträge dokumentieren die Tätigkeiten und Fortschritte in den zentralen Handlungsfeldern Lehre und Studium, Forschung und Transfer, Gleichstellung und Diversity, soziale Förderung sowie Nachhaltigkeit. Besonders wichtig ist dabei, Transparenz zu schaffen und den gesetzlichen Auftrag nach § 3 des Hochschulgesetzes NRW zu erfüllen

    Sprachgestaltung von fantastischen Figuren in den DEFA-Märchenfilmen

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    Die vorliegende Thesis untersucht die Sprachgestaltung fantastischer Figuren in den DEFA-Märchenfilmen, einem Märchenfilmkorpus, der sowohl aufgrund seines langlebigen Erfolgs als auch durch die besonderen politischen Hintergründe der DDR hervorsteht. Die zentrale Fragestellung war, wie die fantastischen Figuren in diesen Filmen akustisch charakterisiert werden und welche Muster sich erkennen lassen, die Rückschlüsse auf die Figurengestaltung in Märchenfilmen geben können. Zuerst wurden theoretische Grundlagen zur Märchenästhetik, zu Sprachelementen, medialen Einflüssen sowie zur besonderen politischen Situation der DEFA selbst betrachtet. Darauf folgte eine detaillierte Analyse der Sprachgestaltung in drei ausgewählten DEFA-Märchenfilmen: Das kalte Herz, Das singende, klingende Bäumchen und Rotkäppchen. Diese wurden mit Michel Chions Abdeckmethode erst als eigenständige Werke analysiert und dann mit dem theoretischen Modell in Beziehung gesetzt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Sprachgestaltungsmethoden herauszuarbeiten. Abschließend wurden die Befunde einem Zeit- und Genrevergleich unterzogen. Der erste Vergleichsfall war dabei die moderne Neuverfilmung von Das singende, klingende Bäumchen, die 2016 erschien. Ein zweiter Vergleich wurde mit meinem eigenen Bachelorprojekt, dem Fantasyfilm Der Wanderer, durchgeführt, um die Befunde auch genreübergreifend zu betrachten. Die Analyse hat dabei ergeben, dass Sprachgestaltung in den DEFA-Märchenfilmen sowohl ideologische als auch märchenstilistische Funktionen trägt. Zum einen dient sie dazu, moralisch wünschenswerte fantastische Wesen zu vermenschlichen und somit erreichbar zu machen, während die Antagonisten durch Entfremdungen zu klar erkennbaren Feindbildern gemacht werden. Darüber hinaus lassen sich märchenliterarische Einflüsse nachweisen, die sich allerdings größtenteils getrennt voneinander den filmästhetischen Gesamtkonzepten zuordnen lassen. Der abschließende Zeitvergleich zeigte, dass diese Gestaltungsentscheidungen keine Selbstverständlichkeit im Märchen sind, da sie sich nicht in der Neuverfilmung finden. Der Abgleich mit dem Fantasie-Genre hingegen zeigt eine Fortsetzung der Anwendungsform in modernem Gewand. Damit leistet diese Thesis einen Beitrag zur Erforschung der audiovisuellen Ästhetik der DEFA-Märchenfilme und bietet zugleich Perspektiven für gegenwärtige filmische Sprachgestaltungsstrategien

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