Muslim Lifein Germany: a study conducted on behalf of the German Conference on Islam

Abstract

Mit der Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge liegt die erste bundesweit repräsentative Datenbasis über Muslime vor. Sie gibt mit ca. 6.000 befragten Personen aus 49 muslimisch geprägten Herkunftsländern einen umfassenden Überblick über das muslimische Leben in Deutschland, insbesondere zu Anzahl der Muslime in Deutschland, Glaubensrichtungen, religiöse Praxis und verschiedenen Aspekten der Integration. Die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" hat die Zielsetzung, Erkenntnisse über die muslimische Bevölkerung zu gewinnen, die "Normallagen" des Alltagslebens darzustellen und somit zur Versachlichung der Diskussion beizutragen. Zielgruppe der empirischen Erhebung sind in Deutschland lebende Muslime und Angehörige anderer Religionen, die aus 49 muslimisch geprägten Herkunftsländern stammen. Ca. 6.000 Migranten wurden bundesweit telefonisch befragt; dabei wurden auch Informationen über insgesamt 17.000 Haushaltsmitglieder erhoben. Nach der Einleitung (Kapitel 1) beinhaltet der erste Teil der Studie die Hochrechnung der Zahl der Muslime auf Basis der Angaben über die in den Haushalten lebenden Personen sowie die Beschreibung der Herkunftsländer und Glaubensrichtungen der Muslime (Kapitel 2). Im zweiten Teil werden die Befragungsergebnisse der Migranten aus allen Herkunftsländern ausgewertet, wobei die Muslime und Angehörige anderer Religionsgemeinschaften miteinander verglichen werden. Zu Beginn wird die Migrationsbiographie und soziodemographische Zusammensetzung beschrieben (Kapitel 3). Kapitel 4 bezieht sich auf die Religion im Alltag, worunter neben der Gläubigkeit, dem Beten, dem Besuch religiöser Veranstaltungen und der Einhaltung von Speisevorschriften auch das Tragen des Kopftuchs, die Beteiligung der Kinder an schulischen Angeboten sowie die Bekanntheit und die Vertretungsleistung islamischer Verbände thematisiert wird. Kapitel 5 zeigt Aspekte der strukturellen, kognitiven, sozialen und identifikativen Integration, wie die Schulbildung und Erwerbstätigkeit, die Sprachkenntnisse, die Kontakte im Alltag und Mitgliedschaft in Vereinen sowie die Verbundenheit mit Deutschland. In Kurzprofilen werden am Schluss die Migrantengruppen nach Herkunftsregionen und Religionszugehörigkeit zusammenfassend charakterisiert (Kapitel 6). Die wesentlichen Ergebnisse werden in Kapitel 7 zusammengefasst.The study conducted by the Federal Office for Migration and Refugees puts the number of Muslims living in Germany at between 3.8 and 4.3 million. Expressed as a percentage of Germany's total population of around 82 million, the proportion of Muslims is between 4.6 and 5.2 per cent. Of all Muslims living in Germany with a migration background and originating from predominantly Muslim countries included in the study, some 45 per cent are German nationals while around 55 per cent are foreign nationals. The Muslim section of the population is thus larger than has been assumed in previous estimates which ranged from 3.1 to 3.4 million. These estimates were based on an indirect method whereby nationals from 20 predominantly Muslim countries living in Germany were added together with nationals from these countries who were natural-ised between 1988 and 2005. By contrast, the study commissioned by the Federal Office also takes account of immigrants from a large number of other countries and descendants of naturalised persons. The study comprising people from 49 Islamic countries and thus offering an extensive view of Muslim life throughout Germany. The research commissioned by the Deutsche Islam Konferenz (the German Conference on Islam) gives unprecedented insight into the diversity of Muslim life in Germany as people from different contexts of origin were questioned about religion in everyday life and about aspects of structural and social integration. A total of 6,004 people aged 16 and above were surveyed by telephone; together with the information provided about other household members the analyses are based on data of almost 17,000 people

    Similar works